Welche Daten lassen sich konkret auswerten?

Nicht nur Energie- oder Druckdaten. Wir erfassen auch Bewegungsdaten, zum Beispiel über Magnetsensoren an Pneumatik- oder Elektrozylindern. Damit lassen sich Zyklen zählen, Geschwindigkeiten messen und Lebensdauern besser abschätzen. So kommt man in Richtung Predictive Maintenance, weil sich Verschleiß und Restlebensdauer deutlich besser bewerten lassen.

 Gegenüber dem klassischen modularen System (EX600-W) ist die EXW1-Serie im Gehäusevolumen um rund 81 Prozent kleiner und um 79 Prozent leichter.
Gegenüber dem klassischen modularen System (EX600-W) ist die EXW1-Serie im Gehäusevolumen um rund 81 Prozent kleiner und um 79 Prozent leichter.Bild: SMC Deutschland GmbH

Ist das eher ein Thema für Neuanlagen oder auch für Brownfield?

Klarer Schwerpunkt sind Neuanlagen. Bei älteren Maschinen fehlt oft die saubere Basis, um Normalzustände verlässlich zu digitalisieren. Bei einer neuen Anlage kann man von Beginn an die gesunde Maschine aufzeichnen und später Abweichungen erkennen. Das ist methodisch viel robuster und liefert belastbarere Ergebnisse.

Wie viel Einsparpotenzial steckt dahinter?

Sehr viel. Im Maschinenbau ist es üblich, mit 6 bis 8bar zu arbeiten. Wir versuchen, möglichst auf 4bar herunterzugehen, ohne die Funktion zu beeinträchtigen. Wo einzelne Aktoren mehr Druck brauchen, kann man gezielt mit Druckverstärkern arbeiten. Im Optimalfall lässt sich so der Energieverbrauch deutlich senken – bei einer Reduktion von 8 auf 4bar sprechen wir über rund 32 Prozent eingesparte Energie.

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