Das Air Management System (AMS) von SMC dient der Messung, Überwachung und Optimierung des Druckluftverbrauchs durch die Kombination von Reglern, Air Management Hubs und Restdruckentlüftungsventilen. Es ermöglicht die Identifikation von Abweichungen, Leckagen und Einsparpotenzialen (z. B. Druckreduzierung von 8 auf 4 bar zur Energieeinsparung von ca. 32 %) ohne autonomen Eingriff in den Betrieb. In Kombination mit dem IoT-Gateway Hub-EN 200 von In.Hub und Protokollen wie OPC UA, MQTT oder Modbus-TCP werden Daten lokal analysiert, um Condition Monitoring und Predictive Maintenance zu ermöglichen. Das System ist besonders für Neuanlagen geeignet, bietet aber auch Light-Varianten und eine drahtlose Lösung über das Wireless-System EXW1 für Anwendungen mit hohen Kabelanforderungen (z. B. Robotik). Die Integration erfolgt flexibel über gängige Schnittstellen wie Ethercat, Profinet und OPC UA, wobei IO-Link eine zentrale Rolle für die Datenerfassung von Sensoren und Aktoren spielt.
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Welche Daten lassen sich konkret auswerten?
Nicht nur Energie- oder Druckdaten. Wir erfassen auch Bewegungsdaten, zum Beispiel über Magnetsensoren an Pneumatik- oder Elektrozylindern. Damit lassen sich Zyklen zählen, Geschwindigkeiten messen und Lebensdauern besser abschätzen. So kommt man in Richtung Predictive Maintenance, weil sich Verschleiß und Restlebensdauer deutlich besser bewerten lassen.
Gegenüber dem klassischen modularen System (EX600-W) ist die EXW1-Serie im Gehäusevolumen um rund 81 Prozent kleiner und um 79 Prozent leichter. – Bild: SMC Deutschland GmbH
Ist das eher ein Thema für Neuanlagen oder auch für Brownfield?
Klarer Schwerpunkt sind Neuanlagen. Bei älteren Maschinen fehlt oft die saubere Basis, um Normalzustände verlässlich zu digitalisieren. Bei einer neuen Anlage kann man von Beginn an die gesunde Maschine aufzeichnen und später Abweichungen erkennen. Das ist methodisch viel robuster und liefert belastbarere Ergebnisse.
Wie viel Einsparpotenzial steckt dahinter?
Sehr viel. Im Maschinenbau ist es üblich, mit 6 bis 8bar zu arbeiten. Wir versuchen, möglichst auf 4bar herunterzugehen, ohne die Funktion zu beeinträchtigen. Wo einzelne Aktoren mehr Druck brauchen, kann man gezielt mit Druckverstärkern arbeiten. Im Optimalfall lässt sich so der Energieverbrauch deutlich senken – bei einer Reduktion von 8 auf 4bar sprechen wir über rund 32 Prozent eingesparte Energie.
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