Wohin entwickelt sich das System weiter?
Wir denken über zusätzliche Sensorik nach, z.B. Richtung Taupunkt oder Feuchte. Einen Taupunktsensor gibt es bereits als Einzelkomponente, aber eine Integration ins Gesamtsystem wäre natürlich noch charmanter. Genau in diese Richtung wollen wir uns weiterentwickeln.
SMC tritt traditionell stark im Pneumatikbereich auf. Wie fügt sich die Wireless-Lösung in Ihre heutige Strategie ein?
Wir verfolgen einen technologieoffenen Ansatz. Das heißt: nicht Pneumatik oder Elektrik, sondern beides. In der Pneumatik liegt der Fokus stark auf Energieeinsparung, also darauf, Druckluft sinnvoller und verbrauchsärmer einzusetzen. In der Elektrik entwickeln wir die Stärken weiter, die diese Technik mitbringt, etwa Positioniergenauigkeit oder Geschwindigkeit. Kommunikation ist dabei der verbindende Baustein. Um Komponenten wie unser AMS drahtlos miteinander zu verbinden, haben wir das Wireless-System EXW1 konzipiert.
Es ist für Applikationen gedacht, in denen Kabel schnell an ihre Grenzen stoßen, wie Robotik- und Schweißanwendungen, Werkzeugwechselsysteme oder Dreh-/Rundschalttische. Ebenso spannend ist das System im Brownfield, wenn ältere Maschinen nachgerüstet werden sollen, ohne die Konstruktion oder die SPS anzugreifen. Funkseitig arbeiten wir im 2,4Ghz-ISM-Band, das auch von Bluetooth oder WLAN genutzt wird.
Wo liegen die Unterschiede zu anderen Funklösungen?
Die Unterschiede liegen weniger im grundsätzlichen Funkprinzip als im Protokoll und in der Auslegung. Wir arbeiten mit Frequenzsprungverfahren, allerdings mit 79 Kanälen und einer Hoppingfrequenz von 2ms. Das ist schneller als bei IO-Link Wireless und bringt eine hohe Verbindungssicherheit. Zudem bieten wir mit 100m eine größere Reichweite. Für viele Anwendungen ist das ein echter Vorteil, gerade wenn mehrere Endgeräte zuverlässig angesprochen werden sollen.
















