Marktübersicht: Mikrosteuerungen

Mikrosteuerungen haben einen festen Platz eingenommen im Spektrum der Steuerungstechnik. Klein, flexibel und für ihre Größe sehr vielseitig sind die kleinen Wunderkisten. Ihr Einsatzgebiet geht vom Handwerk über die Energieversorgung und Gebäudeautomation bis hin zum Maschinenbau. Waren die ersten Tools zum Programmieren der Mikrosteuerungen eher noch rudimentär, so werden sie mittlerweile richtig erwachsen. Dass der Markt höchst lukrativ ist, zeigt die Tatsache, dass einer der ganz großen Automatisierungsanbieter erst jetzt ein gebrandlabeltes Produkt durch eine komplette Eigenentwicklung ersetzt hat. Viele Mikrosteuerungen gibt es als komplette Steuerungssysteme. Visualisierungssoftware, Bedieneinheiten und diverse Funktionsmodule komplettieren die Steuerungen zu einem vielseitigen Paket. Durch die Vernetzungsmöglichkeiten bieten sich die Geräte auch als Subsysteme für mechatronische Einheiten an. Wie in allen Bereichen der Steuerungstechnik sind die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Kategorien fließend geworden. So kommen Mikrosteuerungen funktional schon sehr nahe an kleinere SPS-Systeme und verfügen sogar über die Möglichkeiten kleinerer Industrie-PC-Systeme. Die Programmierung von Mikrosteuerungen ist bei den meisten Herstellern sehr einfach und übersichtlich gehalten. In den meisten Fällen unterscheiden sich Tools und Programmiersprachen der Systemanbieter von denen der größeren SPS-Systeme. Das Ziel ist es, die Programmierung so einfach wie möglich zu halten. Neuere Lösungen bieten jedoch bei der Software auch schon einen Funktionsumfang, der den Tools von kleineren SPSen schon sehr nahe kommt. (mbw)