Siemens bietet mit der Diagnose-Software Simatic PC DiagMonitor V4.0 eine optimale Ergänzung für die robusten Simatic-Industrie-PC (IPC) an. Der Einsatz dieser Überwachungssoftware ermöglicht die Früherkennung von möglichen Störungen. Es lassen sich somit Stillstandszeiten reduzieren und die Produktivität optimieren. Bei der Gestaltung der Benutzeroberfläche wurde ein zeitgemäßes Explorer-Design verwendet, damit ist das \’Look & Feel\‘ sowie die Visualisierung für den Anwender bekannt und übersichtlich. Sowohl die Erfassung als auch die Aufbereitung und Darstellung der Daten der Diagnose-Software beeinflusst die Auslastung des Prozessors nicht wesentlich. Überwachung von Hardware und kritischen Systemzuständen Kritische Überwachungsparameter wie Höchsttemperatur der CPU oder die Mindestdrehzahlen der Lüfter sind in der Diagnosesoftware fest eingestellt und gegen Veränderungen geschützt. Mit dem Betriebsstundenzähler können Wartungsintervalle nicht nur für einen Simatic-PC, sondern auch für weitere Geräte in der Anlage frei festgelegt werden. So wird einer der häufigsten Fehlerquellen, dem schleichenden Verschleiß beweglicher Teile, entgegengetreten. Man wird rechtzeitig über den Zeitpunkt einer vorbeugenden Wartung informiert, wie z.B. den Austausch der Lüfter des Rechners oder auch den Filterwechsel für eine Pumpe einer überwachten Anlage. Die empfohlenen Austauschintervalle für PC-Komponenten können dem Handbuch des jeweiligen Simatic-PC entnommen werden. Somit lassen sich die Wartungszeiten für Simatic-PCs gezielt einplanen und z. B. mit den Wartungsintervallen der Anlage koordinieren. Anlagenstillstände durch ungeplante Wartungsarbeiten entfallen. Festplatten, auch im Raid-Verbund (Bild 1), werden anhand des Smart-Diagnosebit ebenso überwacht wie Simatic-PC CompactFlash-Karten und etwaige Lüfter. Meldet der DiagMonitor z.B. einen Raid-Fehler, so kann als mögliche Aktion der sogenannte \’Storage Manager\‘ gestartet werden, um dem Servicepersonal einen schnellen Tausch der defekten Platte und die Wiederherstellung des Raid-Verbundes zu ermöglichen. Die Software überwacht die Temperatur u.a. der CPU, des Mainboards und der Spannungsversorgung. Ein Über- bzw. Unterschreiten der zulässigen Betriebstemperatur wird automatisch gemeldet. Dem Anwender steht eine Protokollfunktion zur Verfügung, mit deren Hilfe alle Melde- und Bedienaktionen sowie die aufgezeichneten Messdaten nachvollzogen werden können. Das zuständige Log-File wird auf der Festplatte abgelegt. Je nach Geräteausprägung des Simatic- PCs werden alle wichtigen Zustände überwacht. Im Störungsfall kann die Information schnell über SMS oder auch E-Mail an einen Servicetechniker kommuniziert werden. Die verschickte Nachricht enthält dabei eine kurze Fehlerbeschreibung. Der Techniker wird somit auch auf eine Störung hingewiesen, wenn er sich außerhalb der Anlage aufhält, und kann sich mit den Ersatzteilen zu dem Ort des Fehlers begeben. Diese Variante der Kommunikation macht ein kontinuierliches Monitoring durch einen Servicetechniker vor Ort überflüssig. Darüber hinaus kann die Software so programmiert werden, dass sie im Notfall \’nach Plan\‘ reagiert. So kann z.B. durch Ausführen einer Batch-Datei die Anlage in einen sicheren Zustand und der Rechner gesteuert herunter gefahren werden. Software-Tool zur vernetzten Diagnose Wesentliches Highlight des DiagMonitors ist die Einbindung weiterer Simatic-PCs über ein Netzwerk. Endkunden oder Maschinenbauer können somit mehrere PCs miteinander vernetzen und diese \’Agenten\‘ an einer zentralen Einheit, der sogenannten \’Management Station\‘, überwachen. Die IPCs kommunizieren die Diagnosedaten über das \’Simple Network Management Protocol\‘ (SNMP), das den Datenverkehr zwischen Client und Server regelt. Tritt an einem Simatic-PC im Netzwerk ein Fehler auf (z.B. an einem zu überwachenden Client im Netzwerk), so wird dieser auch an der zentralen Leitwarte, der Management Station, ausgegeben. Fehler können dem Anwender somit nicht nur an einer einzelnen lokalen, sondern zusätzlich an einer zentralen Einheit visualisiert werden. Einzelne PCs können gezielt temporär aus der Überwachung herausgenommen werden, was etwa zu Wartungszwecken erfolgen kann. So zieht deren gezielter \’Ausfall\‘ keine unnötige Alarmmeldung nach sich. Um nicht vor Ort sein zu müssen und per Mail und SMS erhaltene Meldungen zu prüfen, kann sich ein Techniker per HTTP- oder HTTPS-Protokoll Zugriff von außen über einen Webserver verschaffen. Dieser ist im Lieferumfang der Diagnose-Software integriert. Nach Eingabe der IP-Adresse des überwachten Rechners in einen Webbrowser und dem Einloggen werden die Systemwerte und entsprechende Quittierungen von Fehlermeldungen dargestellt. Diese Art der Ferndiagnose spart dem Kunden im Idealfall hohe Kosten für den Kundendienst. Der Servicetechniker weiß zudem, an welchem PC im Netzwerk ein Fehler aufgetreten ist, und kann diesen gezielt beseitigen. Um den unbefugten Zugriff auf den DiagMonitor und seine Konfiguration zu verhindern, erfolgt der Zugriff über das Web immer über ein Login. Für den Zugriff stehen drei Benutzerklassen zur Verfügung: – Administrator: Für die Vergabe von Benutzer-Konten und Konfiguration des DiagMonitors – Supervisor: Für die Beobachtung der DiagMonitor-Werte und Quittierung von Meldungen – Operator: Für die Beobachtung der DiagMonitor-Werte (ohne Eingriffsmöglichkeit) Als nützliche Ergänzung gibt die Software über eine Web-Visitenkarte Eigenauskunft über den IPC. Diese verschafft dem Anwender einen schnellen Überblick über die Geräteausprägung und den Systemstatus via Webbrowser. Im Fall eines Bios-Updates kann so beispielsweise unkompliziert, ohne in die Setup-Einstellung gehen zu müssen, die aktuelle Bios-Version abgefragt werden. Anbindung an Prozessleit- und Visualisierungs-Software Des Weiteren bietet der DiagMonitor V4.0 eine Softwareschnittstelle (API) für die kundenseitige Integration von DiagMonitor-Funktionen. Diese ist anwenderfreundlich und leicht verständlich dokumentiert. Für eine Anbindung an Programme wie die Visualisierungs-Software Simatic WinCC und WinCC flexible sind der Software Beispiele sowie die entsprechenden Konfigurationsbeschreibungen beigefügt. So können die Diagnosedaten einfach in eine bestehende oder geplante Applikation integriert werden. Bedienpersonal etwa kann so in der bekannten Software-Umgebung weiterarbeiten, ohne auf die umfangreichen Funktionen des DiagMonitors verzichten zu müssen. Auch in eine Steuerungssoftware wie Simatic WinAC können die Diagnosedaten eingebunden werden. Damit ist die Steuerung bei entsprechender Programmierung in der Lage, auf auftretende Fehler zu reagieren. Das Beenden der Software-SPS und Herunterfahren des Steuerungsrechners könnte beispielsweise eine solche Reaktion auf Basis frühzeitig verfügbarer Diagnosedaten sein. Fazit In der Automatisierungstechnik haben Industrie-PCs heute einen festen Platz. Für die Überwachung und Diagnose von Simatic Industrie-PCs steht zur Erhöhung der Systemverfügbarkeit die Melde- und Diagnose-Software DiagMonitor zur Verfügung. Die geringen Anschaffungskosten amortisieren sich nach kurzer Dauer, da das Software-Tool mit frei definierbaren Wartungsintervallen und sofortigen Fehlermeldungen kritischer Systemzustände hilft, Systemstillstände zu vermeiden bzw. notwendige Stillstandszeiten wie Wartungsaufgaben zu planen, koordiniert durchzuführen und so Stillstandszeiten zu reduzieren. Gerade in der Industrie ist eine hohe Systemverfügbarkeit von zentraler Bedeutung. Deswegen sollte bei einer Investition in die Sicherung der Produktion nicht am falschen Ende gespart werden. Kasten: Die Diagnose-Software Simatic PC DiagMonitor V4.0 im Überblick – Diagnose- und Meldefunktionen für PC-Temperatur, Lüfter, Festplatten (Smart, Raid), Diagnosebit der Simatic PC CompactFlash-Card, Betriebssystemzustand (Watchdog) – Betriebsstundenzähler und Betriebsdatenaufzeichnung – Automatische Alarmierung der Anwender (lokal und per LAN; SMS, E-Mail) im Fehlerfall – Vernetzte Überwachungsfunktionalität und einfache Kommunikation der Diagnosedaten an andere Simatic-Prozessleit- und Visualisierungssoftware, z.B. WinAC und WinCC flexible – Zentrale Systemdiagnose aller Simatic-PCs in vernetzten Systemen über SNMP, OPC-Server oder Webserver – Protokolliert alle Ereignisse in ein Log-File – Reaktionen für den Fehlerfall sind frei definierbar, z.B. kontrolliertes Herunter- und Wiederhochfahren des Rechners oder Aufruf von Programmen
Mehr Systemverfügbarkeit für Industrie-PCs: Vernetzte Diagnose mit innovierter Melde- und Überwachungssoftware
-
Skalierbare IPC-Plattform
Spectra bietet mit der MD-3000-Serie von Cincoze eine modulare Embedded-Computer-Plattform an, die speziell für Machine-Vision-Anwendungen ausgelegt ist.
-
Retrofit für die Industrie 4.0
So lassen sich alte Steuerungen wirtschaftlich OPC-UA-fähig machen
Viele Produktionsanlagen arbeiten noch mit Steuerungen, die seit Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst verrichten. Für Industrie-4.0-Anwendungen müssen diese Systeme jedoch zunehmend in moderne Datenarchitekturen eingebunden werden. Retrofit-Lösungen ermöglichen es,…
-
KI perfektioniert Phishing-Angriffe – von personalisierten Mails bis zu Voice Cloning
Wenn Maschinen Vertrauen imitieren
Die KI generiert nicht nur immer neue Hacker-Tools, sondern verbessert die Glaubwürdigkeit von Phishing Mails durch perfide Tricks. Doch auch die Gegenseite rüstet sich mit KI-Tools gegen digitale…
-
Interview: Wie neue EU-Regularien Maschinenbauer zu sicheren Kommunikationsarchitekturen zwingen
„Cybersecurity ist heute keine Option mehr“
Mit neuen regulatorischen Vorgaben wie dem Cyber Resilience Act steigt der Druck auf Maschinenbauer und Gerätehersteller, Cybersecurity systematisch in ihre Produkte zu integrieren. Gleichzeitig eröffnet eine sichere Kommunikationsinfrastruktur…
-
IO-Link-Safety-Lösungen
Mit der Kombination robuster Sicherheitskomponenten und IO-Link Safety ermöglicht Euchner eine durchgängige, sichere Kommunikation in der Automatisierung – auf dem gesamten Weg von der Steuerung bis zum Sensor…
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443…
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der…
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
das könnte sie auch interessieren
-
Klaus Conrad – Unternehmer, Visionär, Möglichmacher
90 Jahre Pioniergeist
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
















