
Die Industrieproduktion ist in vielen Ländern gesunken. Das zeigt die Statista-Infografik auf Basis von Eurostat-Daten. Dies trifft im Vergleich der größten europäischen Volkswirtschaften insbesondere auf Italien und Deutschland zu. Der entsprechende Index gab für Italien auf Dreijahres-Sicht um 5,9 Punkte nach, der Index für Deutschland um 7,3 Punkte. Beide Länder liegen damit unter dem Durchschnitt alle 27 EU-Länder (-3,0 Indexpunkte).
Die Industrieproduktion in Spanien und Frankreich ist hingegen zuletzt wieder gestiegen. Dies liegt maßgeblich an dem zu Deutschland und Italien unterschiedlichen Branchenmix: Frankreich und Spanien konzentrieren sich vorrangig auf Bereiche wie Pharma, Textilien, Agrar-/Lebensmittelindustrie sowie weniger zyklische Produkte. Deutschland und Italien sind hingegen stark auf Maschinenbau und Investitionsgüter spezialisiert – also auf Industrien, die stark konjunktur- und investitionszyklusabhängig sind.
Das Schwächeln der deutschen Industrie hält dabei schon längere Zeit an, was besonders schwer wiegt: Im Jahr 2024 hatte der Industriesektor einen Anteil von 25,8% am Bruttoinlandsprodukt. Die Anteile der Industrien der anderen gezeigten Länder an deren jeweiligem Bruttoinlandsprodukt liegen jeweils darunter, der EU-Schnitt liegt bei 22,1%.





















