…Sensosphere und Autosen?

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Bild: ©2024 Shutterstock AI

10 Jahre später weiß die Branche: Sie sind gekommen, um zu bleiben – und zwar nicht alleine. Viele Kunden haben seither den damals neuen Verkaufskanal für sich entdeckt. Mehr als 25.000 haben sich schon registriert, mit steigender Tendenz, und das nicht mehr allein in Deutschland. 70 Prozent des Umsatzes entfallen heute auf die gesamte DACH-Region, der Rest ist auf der Welt verteilt. Aus sieben Sprachen können Kunden im Online-Shop wählen, aber auch aus mehr als 500 verschiedenen Produkten, Bautypen und Messprinzipien. Zum Start war es noch genau eins: Das der induktiven Sensoren nämlich, die Autosen damals noch von exakt einem Hersteller bezog. Mittlerweile sind es über 20 Lieferanten, keiner aus Fernost oder einem Billiglohnland. Es ist auch die Produktqualität, die zu einer hohen Kundenzufriedenheit führt. Die zeigt sich in 4,9 von 5 möglichen Sternen in den eKomi-Bewertungen, aber auch in einer gegen Null tendierenden Retourenquote – eigentlich die Achillesferse im Online-Geschäft, denn Rücksendungen gehen ins Geld.

385444 Titel SPS MAGAZIN 12 2015
Bild: TeDo Verlag GmbH / Autosen GmbH

In zehn Jahren hat sich die Zahl der Mitarbeitenden bei Autosen verzehnfacht, nur einen kleinen Teil der Stellen gibt es in Vertrieb und Kundenberatung, viele in der eigenen Entwicklung. Anstatt eine teure Beratungsschiene aufzubauen, investiert das Unternehmen in selbsterklärende Lösungen, die keine Beratung erfordern.

Das ursprüngliche Konzept – Sensoren über das Internet einfach und unkompliziert verfügbar zu machen – konnte erfolgreich auf die Cloud übertragen werden. Tools wie der IO-Key (seit 2019) oder der kompakte Minion (2025) machen mit wenigen Handgriffen Sensordaten über eigene Gateways und Cloudumgebungen online zugänglich und so aufwändige IT-Projekte überflüssig. Damit bleibt Autosen nicht nur seinem Geschäftsmodell treu, sondern auch dem eigenen Messaging im Außenauftritt. Hauptmotiv der Minion-Kampagne in Social Media ist, wie könnte es anders sein, ein Astronaut. Und der hat noch viel vor, unter anderem sind neue Lösungen für besonders anspruchsvolle Branchen wie die Lebensmittelproduktion auf dem Radar.