Get Together for Robotics 2025

Get Together Robotics 2025
Bild: Profibus Nutzerorganisation e. V.

Auch in diesem Jahr trafen sich Robotik-Enthusiasten auf der Konferenz ‚Get Together for Robotics‘ von PI, um über die neuesten Entwicklungen in der Branche zu diskutieren. Der Einladung nach Erlangen folgten im November rund 170 Teilnehmer. Mittelpunkt auf dem zweitägigen Networking-Event waren neben Trends und Innovationen in der Robotik auch die zukünftige Rolle von KI in Roboteranwendungen. Dabei wurde deutlich, dass in Zukunft mehr denn je ein Zusammenarbeiten über Unternehmensgrenzen hinweg notwendig ist. Dies erfordert ein neues Mindset aber auch eine höhere Risikobereitschaft, was insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen im Markt von entscheidender Bedeutung.

„Women in Robotics: Leading, Engineering, and Shaping the Future”.

Am ersten Tag diskutierten Roberta Tanzariello, Platform Lead Robotics and Digital Tools bei Rockwell Automation, Susanne Nördinger, Head of Ecosystem Success EMEA bei Universal Robots sowie Kateryna Portmann, Co-Lead Swiss Chapter bei Women in Robotics Switzerland und Dr. Ing Caren Dripke, Head of Robotics Department bei Lorch Schweißtechnik GmbH über das Thema „Women in Robotics: Leading, Engineering, and Shaping the Future”. Als Einstieg ging man der Frage nach, warum sich immer noch so wenig Frauen für die Robotikbranche entscheiden. Weitere Schwerpunkte der Diskussion waren, wie man Robotik-Technologien leichter auf den Markt bringt, wie sich regulatorische und ethische Überlegungen in den kommenden Jahren auf das gesamte Robotik-Ökosystem auswirken und wie Robotikunternehmen eine stärkere branchenübergreifende Zusammenarbeit fördern können, um Innovationen voranzutreiben.

Roberta Tanzariello | Global Platform Lead Robotics and Digital Tools | Rockwell Automation

„Der Fortschritt in der Robotik und bei digitalen Werkzeugen wird nicht mehr durch isolierte Innovationen vorangetrieben – er wird durch Zusammenarbeit über Disziplinen, Branchen und Perspektiven hinweg ermöglicht. Die Zukunft der Robotik wird nicht nur durch technologische Durchbrüche geprägt, sondern auch durch die Effektivität, mit der wir Bemühungen koordinieren, um diese Durchbrüche zugänglich, skalierbar und wirkungsvoll zu gestalten. Mit zunehmender Komplexität verlagert sich der Fokus darauf, die Implementierung zu vereinfachen und die Integrationskosten zu senken. Diese Anstrengungen beschleunigen die Entwicklung intelligenter, benutzerfreundlicher Systeme, die den realen Anforderungen gerecht werden und nachhaltige Innovationen in der industriellen Automatisierung vorantreiben.“

Kateryna Portmann | Co-Lead | Women in Robotics Switzerland 

„Das anhaltende Interesse an gemeinsamen Plattformen für Innovationen in der Robotik zeigt, wie wichtig es ist, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen – von Herstellern und Start-ups bis hin zu Forschungseinrichtungen. Solche Veranstaltungen tragen dazu bei, dass Robotiklösungen relevant, inklusiv und an den realen Bedürfnissen ausgerichtet bleiben.“

Next-Gen Innovators: Redefining Industrial AI & Robotics

Am zweiten Tag diskutierten im Robotics Executive Roundtable Alexander Mayr, Chief of Staff von Neura Robotics GmbH, Paul Maroldt Mitgründer und Head of Robot Engineering der RobCo GmbH, Stephan Hotz, Chief Product & Technology Officer bei Wandelbots GmbH und Jens Kotlarski, CEO und Gründer von voraus robotik GmbH über Chancen von KI und deren zukünftige Rolle, z.B. ob sich wirklich die Geschwindigkeit der Automatisierung und Robotik mit KI erhöhen lässt. Zudem gab es wertvolle Einblicke für junge Unternehmen, etwa welchen Herausforderungen sich heute ein Startup stellen muss.

Paul Maroldt | Co-Founder & Head of Robot Engineering | Robco

„Während viele gespannt darauf warten, wie KI die Zukunft der Robotik gestalten wird, stehen Hersteller heute vor einer anderen dringenden und wachsenden Herausforderung: dem Mangel an Fachkräften. Ohne Automatisierung wird diese Lücke nur größer und gefährdet Produktivität und Wachstum. Durch die Kombination von KI und Robotik in anpassungsfähigen Systemen, die sich heute leicht implementieren und betreiben lassen, können Unternehmen das Gewöhnliche automatisieren – damit sich die Menschen auf das Außergewöhnliche konzentrieren können.“

Stephan Hotz | CPTO | Wandelbots

„Kein einzelnes Unternehmen wird die Herausforderungen in Robotik und Automatisierung allein lösen. Unsere Branche steht daher vor der Aufgabe, Komplexität zu überbrücken, Harmonisierung voranzutreiben und Automatisierung für alle zugänglicher zu machen. Zusammenarbeit und Offenheit sind der Schlüssel, um das heutige fragmentierte Ökosystem in ein wirklich vernetztes zu verwandeln — genau da beginnt echter Fortschritt.“