
Auch im Oktober legten die Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie zu. Insgesamt konnten sie ihren Vorjahreswert hier um 5,6% übertreffen. „Es war der nunmehr siebte Monat mit einem Bestellzuwachs im laufenden Jahr“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.
Mit einem Plus von 11,1% zogen die Inlandsorders im Oktober deutlich stärker an als die Auslandsaufträge (+1,5%). Dabei stiegen die Bestellungen von Kunden aus dem Euroraum um 4,2%, während die Orders aus Drittländern mehr oder weniger stagnierten (+0,1%). Im zusammengenommenen Zeitraum von Januar bis einschließlich Oktober hat die Branche damit 4,8% mehr neue Bestellungen eingesammelt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Hier waren die Inlandsaufträge allerdings noch um 1,1% rückläufig, wohingegen von ausländischen Geschäftspartnern 9,6% mehr Orders eingingen. Die Bestellungen aus der Eurozone sowie aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums zogen in den ersten zehn Monaten um 8,2 bzw. 10,4% an.
Die reale, um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland fiel im Oktober um 3,1% höher aus als im gleichen Vorjahresmonat. In den gesamten ersten zehn Monaten dieses Jahres blieb der aggregierte Branchenoutput allerdings noch leicht hinter seinem Vorjahreslevel zurück, nämlich um 0,5%. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
879.400 Beschäftigte waren Ende des dritten Quartals in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie tätig. Das sind 1,7% weniger als vor einem Jahr. 18.400 Menschen arbeiten in der Branche aktuell kurz. Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht
Die nominalen Erlöse der heimischen Elektro- und Digitalindustrie kamen im Oktober auf 19,2Mrd.€ und lagen damit um 3,9% höher als im Vorjahr. Der Inlandsumsatz stieg um 5,9% auf 9,1Mrd.€ und der Auslandsumsatz um 2,2% auf 10,1Mrd.€. Von den Auslandserlösen wurden 4,2Mrd.€ (+8,3%) mit Kunden aus der Eurozone erwirtschaftet und 5,9Mrd.€ (-1,5%) mit Geschäftspartnern aus Drittländern. Im Gesamtzeitraum von Januar bis Oktober belief sich der aggregierte Branchenumsatz auf 184,3Mrd.€, womit er um 1,7% höher ausfiel als noch 2024. Die Erlöse mit inländischen Kunden (von 86,1Mrd.€) lagen in den ersten zehn Monaten noch leicht (um 0,4%) im Minus. Der Auslandsumsatz nahm dagegen um 3,4% auf 98,2Mrd.€ zu. Sowohl im Geschäft mit dem Euroraum als auch den Ländern außerhalb der Gemeinschaftswährung gab es zwischen Januar und Oktober Zuwachse. Ersteres wuchs um 5,9% auf 38,8Mrd.€ und letzteres um 2,1% auf 59,4Mrd.€.
„Nach der Verbesserung im Oktober hat das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im November erneut leicht nachgegeben“, so Gontermann. „Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage etwas günstiger aus als im Vormonat, jedoch fielen die allgemeinen Geschäftserwartungen zurück.“ Dagegen zogen die spezifischeren Exporterwartungen im November an: Hier verdoppelte sich der Saldo aus Unternehmen, die in den nächsten drei Monaten mit mehr bzw. weniger Lieferungen ins Ausland planen, von +3 auf +6 Zähler.



















