Kein Zweifel, das Thema Energieeffizienz steht derzeit bei Industrieunternehmen ganz oben auf der Agenda. Nicht zuletzt beschäftigt es auch den Gesetzgeber. Die Ökodesign-Richtlinie 009/125/EG, auch EuP (Energy-using Products) genannt, schafft einen Rahmen, um Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte festzulegen. Doch nur, wenn in einer Maschine oder Anlage die maximale Anzahl der Strom verbrauchenden Komponenten auf Energieeffizienz getrimmt werden, erzielen Anwender ein optimales Einsparergebnis. Industrie-PCs, Panel-PCs oder Embedded Computer etwa laufen häufig im 24-Stundenbetrieb. Dabei lassen sich nicht nur Einsparpotenziale heben: Wenn z.B. Panel-PCs weniger Strom verbrauchen, nutzen sie dabei diesen Vorteil gleich mehrfach aus. Bei der Entwicklung der Panel-PC-Serie SlimLine Atom von TL Electronic stand vor allem die Energieeffizienz im Fokus. Einerseits, um eine bessere Energieeffizienz zu erzielen, andererseits um die Verlustleistung insbesondere im Bereich Prozessor und Back-Light so stark zu reduzieren, dass auf eine Kühlung durch Lüfter ganz verzichtet werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen nutzt der Industrie-PC-Spezialist mit Hauptsitz in Feldgeding bei München u.a. moderne Prozessoren der Atom-Familie von Intel. Effektive Sparmechanismen Die Atom-Prozessoren der Panel-PC-Serie SlimLine Atom verfügen über besonders effektive Stromsparmechanismen, durch die der sehr geringe Stromverbrauch im Leerlauf weiter gesenkt werden kann. Neben dem inzwischen bei praktisch allen Prozessoren üblichen Speedstep gibt es einen weiteren Sparmodus im Leerlaufbetrieb (Idle). Die in den SlimLine-Displayrechnern eingesetzten Prozessoren Atom N270 und Atom Z530 takten mit einer Frequenz von 1,6GHz. Dabei liegt die maximale Verlustleistung, Thermal Design Power (TDP), des Atom N270 bei nur 2,5W und des Atom Z530 bei nur 2,2W. Somit liegt die TDP deutlich unter 50% im Vergleich zu den kostenintensiveren ULV-Prozessoren (Ultra Low Voltage). Der Atom N270 beispielsweise wird in Verbindung mit dem Intel-Chipsatz Intel 945GSE verwendet, was den Stromverbrauch gegenüber anderen Varianten um etwa 10W auf nur noch 8W senkt. Mechanische Lüfter sind in der PanelPC-Serie SlimLine überflüssig, was einerseits die Wartungsfreundlichkeit erhöht. Andererseits werden Geräuschbelastung, Baugröße und Energieverbrauch insgesamt reduziert. Der integrierte 1GB Hauptspeicher lässt sich bis zu 2GB ausbauen. Durch den erweiterten Termperaturbereich von 0 bis +45°C eignen sich die Panel-PC SlimLine für zahlreiche industrielle Steuerungs- und Visualisierungsanwendungen. \“Gemäß der applikationsspezifischen Anforderungen bauen wir für unsere Kunden individuelle Panel-PCs, Industrie-PCs oder Embedded Computer\“, erläutert Stefan Götz, der gemeinsam mit Michael Mohr geschäftsführender Gesellschafter der TL Electronic ist. Im Panel-PC SlimLine Atom unterstützt der schnelle Grafik-Chipsatz Intel GMA 500 bzw. 950 onboard anspruchsvolle Aufgaben an der Schnittstelle Mensch-Maschine. \“Ideal für Visualisierungsanwendungen direkt an der Maschine, verteilt in der Anlage, in der Logistik oder in der Gebäudeautomation\“, urteilt Stefan Götz. Versorgt werden die SlimLine-Geräte eingangsseitig mit 12VDC Spannung. Das externe, leicht austauschbare und Strom sparende Netzteil ist im Lieferumfang enthalten, optional wird das Betriebssystem Windows Embedded installiert. Der zertifizierte Industrie-PC-Spezialist ist Microsoft Embedded Partner und Intel Partner. \“Von diesem Informationsvorsprung profitieren direkt unsere Kunden\“, ergänzt Michael Mohr. So informiert das Unternehmen z.B. laufend über die Langfrist-Strategie bei Prozessoren. \“Ausserdem garantiert unser Programm Form-Fit-Function die Langzeitlieferbarkeit verwendeter Bauteile bis zu fünf Jahre.\“ Darüber hinaus sichert der Hersteller Ersatzteillieferungen über Nacht zu. Mensch-Maschine-Schnittstelle nach Maß Bei der SlimLine-Serie kann man zwischen 6,5 bis 19-Zoll-LC-Displays wählen, die optional mit einem Touchscreen ausgestattet werden. Bei der Hintergrundbeleuchtung setzt der Hersteller je nach Ausführung auf die Energie sparende CCFL-Technologie oder auf konstrastreiche LED-Backlights. So verbraucht z.B. der 15\“ Displayrechner SlimLine Atom N270 mit angegeben 250cd/m2 im Vergleich zu herkömmlichen Geräten bis zu 20% weniger Energie. Serienmäßig sind die Geräte bereits mit einer 160GB Festplatte ausgestattet. Ausserdem kann man die Panel-PCs von TL Electronic mit weiteren Laufwerken aufrüsten, z.B. mit CompactFlash, 2,5 Zoll Solid State Drive bzw. ab Baugröße 15\“ auch mit CD/DVD-Laufwerk oder Brenner. \“Beigestellte Komponenten werden im durchgängig ESD-geschützten Produktionsprozess integriert\“, ergänzt Michael Mohr. \“Bereitgestellte Software oder Images werden von uns ebenfalls installiert\“, fügt der Unternehmer hinzu. Dabei legt der Münchener Hersteller wert auf die Nachvollziehbarkeit. Über die eindeutige Seriennummer lässt sich bis auf Komponentenebene alles reproduzieren und zurück verfolgen. \“Bei langlebiger Industrie-Hardware ein enormer Vorteil\“, so Stefan Götz. Alle TL Electronic-Systeme durchlaufen einen 24 oder 48 Stunden Burn-in Test und werden mit zwei Jahren Gewährleistung ausgeliefert. \“Zudem führen wir auch Testverfahren nach Kundenvorgaben durch\“, fügt Michael Mohr hinzu. Fit fürs Netzwerk \“Anstelle meist proprietärer oder analoger Lösungen werden verstärkt Netzwerk basierte, digitale und verteilte Lösungen basierend auf Standard-Hardware gefordert\“, erklärt Stefan Götz den Markttrend. Dafür erleichtert die Vielzahl an Schnittstellen die Anbindung an verteilte Netzwerkarchitekturen. Abhängig von Typ und Größe bietet die SlimLine-Atom-Serie gleich mehrere serielle Schnittstellen wie RS232, USB, PS/2 sowie RJ45 als auch Mini-PCI, VGA-out, Audio I/O sowie SD-Card-Slot. Die Industrie-Panel-PCs im robusten Stahlblech-Chassis eignen sich für Vesa-Montage. Dem Anwender stehen ausserdem unterschiedliche Frontplatten aus Stahlblech, Edelstahl oder Aluminium zur Auswahl. \“Ob gehäusebündig, 19-Zoll-Einbau oder als Bedienfront zum Schaltschrankeinbau mit Schutzart IP 65 – die Displayrechner von TL Electronic lassen sich schnell und einfach integrieren\“, so Michael Mohr. Für den Rundumschutz als Mensch-Maschine-Stelle werden die Panel-PCs direkt in ein schlankes und sehr robustes Schutzgehäuse integriert. Dadurch wird eine Schutzart erreicht, die der strengen Norm bis IP65 entspricht gemäß DIN EN 60529. \“Die Tragarmsysteme komplettieren die Schutzgehäuse zusammen mit dem Panel PC zu einem Bediensystem für unterschiedliche Anwendungen in der Gebäudeautomation, für die Visualisierung in Maschine und Anlage sowie in der Logistik\“, fügt Stefan Götz hinzu. \’Industrial Control Continuity\‘ Der Industrie- und Panel-PC ist heute in fast jeder industriellen Anwendung zu finden. Allerdings sind die Geräte im Industrieumfeld unterschiedlichen Anforderungen ausgesetzt. Hinzu kommen individuelle Kundenwünsche und Vorgaben durch internationale Standards – abhängig vom Einsatzfeld und -ort. \“Neben dem Top-Thema Effizienz spielen hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Systeme sowie langfristige Verfügbarkeit der Prozessoren, Betriebssystem und Komponenten die entscheidende Rolle\“, erklärt Michael Mohr. \“Nur so erreichen wir mit den Industrie-PCs maximale Verfügbarkeit und Sicherheit in industriellen Steuerungsprozessen – wir nennen es Industrial Control Continuity. Und die Maschinen und Anlagen können über Jahrzehnte im internationalen Industrieeinsatz zuverlässig laufen\“, sagt Stefan Götz abschließend. Kasten: Online-Konfigurator und Webshop
Digitale Individualität im Zeichen der Effizienz
-
-
Skalierbare IPC-Plattform
Spectra bietet mit der MD-3000-Serie von Cincoze eine modulare Embedded-Computer-Plattform an, die speziell für Machine-Vision-Anwendungen ausgelegt ist.
-
Retrofit für die Industrie 4.0
So lassen sich alte Steuerungen wirtschaftlich OPC-UA-fähig machen
Viele Produktionsanlagen arbeiten noch mit Steuerungen, die seit Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst verrichten. Für Industrie-4.0-Anwendungen müssen diese Systeme jedoch zunehmend in moderne Datenarchitekturen eingebunden werden. Retrofit-Lösungen ermöglichen es,…
-
KI perfektioniert Phishing-Angriffe – von personalisierten Mails bis zu Voice Cloning
Wenn Maschinen Vertrauen imitieren
Die KI generiert nicht nur immer neue Hacker-Tools, sondern verbessert die Glaubwürdigkeit von Phishing Mails durch perfide Tricks. Doch auch die Gegenseite rüstet sich mit KI-Tools gegen digitale…
-
Interview: Wie neue EU-Regularien Maschinenbauer zu sicheren Kommunikationsarchitekturen zwingen
„Cybersecurity ist heute keine Option mehr“
Mit neuen regulatorischen Vorgaben wie dem Cyber Resilience Act steigt der Druck auf Maschinenbauer und Gerätehersteller, Cybersecurity systematisch in ihre Produkte zu integrieren. Gleichzeitig eröffnet eine sichere Kommunikationsinfrastruktur…
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443…
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der…
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
das könnte sie auch interessieren
-
Warum KI im Mittelstand einen neuen Ansatz braucht
Vom Hype zur Wirkung
-
Klaus Conrad – Unternehmer, Visionär, Möglichmacher
90 Jahre Pioniergeist
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
















