Warum soll Sicherheitstechnik einfach sein? Konstruktion schützt vor Manipulation

Weshalb Sicherheitstechnik einfach gestaltet sein muss und wie sie den Anwender in der Praxis wirklich schützen kann, diskutierten Experten während einer Omron-Pressekonferenz in Nufringen. Zu Beginn verwies Klaus Okraffka, Geschäftsführer der Omron Electronics GmbH, auf die Geschichte des Unternehmens: \’Am 10. Mai dieses Jahres hat die Firma Omron Electronics das 75-jährige Gründungsjubiläum gefeiert. 75 Jahre von einer Vision, von einer Idee unseres Firmengründers, bis zur heutigen Situation, bis zu einem Weltunternehmen mit ca. 35.000 Mitarbeitern mit über 5Mrd. $ Umsatz, das ist ein weiter und ein langer Weg. Dieser Weg kann nur durch Innovationen erfolgreich beschritten werden.\‘ Bevor diese Innovationen und Trends vorgestellt wurden, beantwortete Dr.-Ing. Alfred Neudörfer von der Technischen Universität Darmstadt, die Frage \’Warum soll Sicherheitstechnik einfach sein?\‘. Sicherheitsmechanismen sollen den Bediener vor Gefahren schützen. Sie seien Maßnahmen, die manipuliert werden können. Wie Dr. Neudörfer erklärte, werden Sicherheitsmechanismen immer dann manipuliert, wenn sie zu kompliziert sind. Laut einer Studie können bis zu 56% der Manipulationen bis zur Konstruktion zurückverfolgt werden. \’Die meisten Manipulationen basieren auf einem nicht zu Ende gedachten Sicherheitskonzept\‘, fügte er hinzu. Um Unfälle zu vermeiden, müsse man Mensch und Gefahr also räumlich oder zeitlich trennen. Lichtgitter all in one Möglichst einfach – unter diesem Motto präsentierte Manfred Linner, European Product Marketing Manager Safety Sensors der Omron Electronics Manufacturing of Germany GmbH, im Anschluss die Sicherheitslichtgitter MS2800 und MS4800. Sie entsprechen dem Typ 2 respektive Typ 4 nach EN61946. Die Serie umfasst Fingerschutz-Modelle mit einer Reichweite von 7m und Schutzfeldhöhen von 280 bis 1.800mm. Die Modelle mit Handschutz bieten 20m Reichweite mit 240 bis 2.120mm Schutzfeldhöhe. Das Basismodell bietet bereits Funktionen wie Relais-/Schützüberwachung, Anlaufsperre, Reduzierung der Reichweite und die Möglichkeit, zwischen zwei optischen Übertragungskanälen zu wählen. Das Advanced-Modell bietet weitere Funktionen: \’Wir haben Muting integriert, wir haben Fixed integriert, und wir haben Floating Blanking integriert. Diese Funktionen sind über Dip-Schalter einstellbar\‘, berichtete Linner. Damit sind externe Programmiergeräte nicht notwendig. \’Wir bieten eine interaktive Ausrichthilfe über jeden einzelnen Strahl, und wir haben ein flexibles Anschlusskabel für knappe Einbauverhältnisse.\‘ Die beiden Sicherheitslichtgitter können in bis zu vier Sets kaskadiert werden, auch im Mischbetrieb mit verschiedenen Auflösungen. Außerdem ist eine multifunktionale Version der Lichtgitter erhältlich, die zusätzlich die feste und fließende Ausblendung sowie die Muting-Funktion bietet. Sicherheitstechnik-Trends