Für den Küchenhersteller Nobilia hat Hüttenhölscher Anlagen zur Kommissionierung von Schrankseiten für Unter- und Hochschränke entwickelt. Der Aufbau unterhalb einer Bühne mit einer nutzbaren Hallenhöhe von nur 2,50m und die vorhandenen Stützpfeiler waren ausschlaggebend für ein neues Anlagenkonzept, in das Kuka Roboter eingegliedert wurden. Deren Flexibilität und unkomplizierte Integrierbarkeit punkteten vor dem sonst üblichen Einsatz eines Portalroboters. In der ersten Anlage kommissionieren vier Palettierroboter von Kuka anhand von vorgegebenen Auftragslisten diverser Schrankseitentypen zu Stapeln. Die Schrankseitentypen unterscheiden sich nach Abmaßen und Farben. Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Projektes wurde vor kurzem eine weitere Kommissionierung mit zwei Palettierrobotern im Werk 2 der Nobilia-Werke J.Stickling GmbH & Co. KG in Betrieb genommen. Das übergeordnete Fertigungsleitsystem des Endkunden gibt die Fertigungsreihenfolge vor. Basierend hierauf wird der Anlagensteuerung eine Stapelliste zur Verfügung gestellt, nach der die Anlage unterschiedlichste Varianten von Schrankseiten-Stapel zusammenstellt. So kann der Montage- bzw. Produktionsfluss ideal verlaufen. \“Bei den Hochschrankseiten gibt es 80 verschiedene Eingangsstapel, woraus der Kuka-Roboter vom Typ KR 100-2 PA einen Ausgangsstapel kommissioniert\“, erklärt Norbert Jürgenhake, Leiter Technik und Entwicklung bei Hüttenhölscher Maschinenbau. \“Die Zusammensetzung der Stapel nach Farbe und Höhe ergibt sich aus der Vorgabe, wie die Schränke am Ende der Produktionskette montiert werden müssen\“, ergänzt Daniel Hüttenhölscher, Geschäftsführer des Unternehmens. Logistische Meisterleistung Die Roboter arbeiten auf von Hüttenhölscher selbst entwickelten Linearachsen. Sie greifen auf eine beliebig große Anzahl von Seitenstapeln zu. Die Gesamtanlage fordert die notwendigen Eingangsstapel über die übergeordnete Steuerung bei der Logistik an – in diesem Fall direkt beim zuständigen Gabelstaplerfahrer. Wenn dieser den Seitenstapel an das Zuführtransportsystem übergeben hat, wird der Stapel innerhalb der Anlage über Rollenbahnen und Querfahrwagen vollautomatisch den Robotern zur Verfügung gestellt. Die Kuka-Palettierer sind mit so genannten Tenderwagen gekoppelt. Hier legen die Roboter die Seiten zu kommissionierten Stapeln zusammen. In der Übergabestation werden die gebildeten Stapel an das angeschlossene Transport- und Fördersystem übergeben und so für die Fertigung bereitgestellt. \“Eine logistische Meisterleistung\“, meint Daniel Hüttenhölscher. Palettieren diverser Traglastbereiche Kuka bietet Palettiervarianten für jeden Traglastbereich an, durchgängig von 40 bis 1.300 Kilogramm. \“Alle Kuka-Palettierer haben durch kurze Taktzeiten und große Reichweiten. Sie und verhelfen den Anwendern damit zu einer hohen Durchsatzleistung – die Hauptanforderung der Branchen, die Palettierroboter einsetzen\“, erklärt Frank Zimmermann, Key Technology Manager bei der Kuka Roboter GmbH. \“Unsere Palettierroboter bieten einen großen Arbeitsraum und ermöglichen damit große Stapelhöhen und den Einsatz möglichst großer Greifer\“, ergänzt er. Gute Voraussetzungen für den Einsatz in Logistikcentern bietet der Palettierroboter, der auch bei Hüttenhölscher zum Einsatz kommt. Der Kohlenstofffaser-Verbundswerkstoff CFK macht ihn leicht – bei gleichzeitig hoher Steifigkeit. Er verfügt über eine Vier-Achs-Kinematik und eine Reichweite von 3.200mm. Eingebauter Umweltschutz Ein Indikator für die Energieeffizienz eines Roboters ist das Verhältnis zwischen seiner bewegten Masse und seiner Traglast: Je weniger Material beschleunigt und bewegt werden muss, desto weniger Energie wird verbraucht. Durch den Einsatz von kohlenstofffaserverstärkten Komponenten ist der KR 100-2 PA einer der Palettierroboter, der durch seine leichten CFK-Bauteile die bewegte Masse verringert. Dadurch wird nicht nur die Performance erhöht – der Energieverbrauch wird ebenfalls reduziert. Schnelligkeit zählt
Aufgemöbelt: Roboter palettieren Schrankseiten präzise & schnell
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