Die Anlagenverfügbarkeit ist eng mit der erzielbaren Produktivität verknüpft: Je weniger ungeplante Stillstandszeiten auftreten, desto mehr Strom wird geliefert. Dazu müssen Fehlerquellen möglichst frühzeitig identifiziert werden, sodass anstehende Wartungsarbeiten möglichst effizient und kostengünstig durchgeführt werden können. CMS hört immer mit Condition Monitoring Systeme liefern der technischen Betriebsführung kontinuierlich Daten über den Anlagenzustand. Meist werden sie zur schwingungsbasierten Zustandsüberwachung verwendet. \“Hierfür werden Schwingungs- oder Körperschallsensoren an kritischen Stellen des Triebstrangs einer Windenergieanlage angebracht\“, erklärt Holger Fritsch, Geschäftsführer der Bachmann Monitoring GmbH. Auch weitere aussagekräftige, physikalische Größen wie Temperaturen oder Schmiermittelkonsistenzen können erfasst werden. Durch Veränderungen im Schwingungsverhalten der überwachten Komponenten lassen sich aufkommende mechanische Schädigungen an der Anlage schon frühzeitig während des Betriebs erkennen. Der Vergleich zu Referenzmessungen, zum Beispiel direkt nach der Errichtung der Anlage (Anfangszustand), liefert Informationen, aus denen sich Rückschlüsse auf den tatsächlichen Zustand von Getriebe, Generatoren, Wälzlager, Rotoren und weiterer Elemente ziehen lassen. Die permanente automatische Beobachtung und Auswertung von Trendverläufen unter vergleichbaren Betriebsbedingungen bilden den wesentlichen Vorteil von Online Condition Monitoring Systemen. Spezialisiertes CM-Kompetenzcenter Windturbinen sind komplexe Systeme, die ständig wechselnden Betriebsbedingungen ausgesetzt sind. Das modulare und vollständig in die Bachmann M1-Steuerung integrierte Condition Monitoring System wird deshalb individuell an die Besonderheiten des Anlagentyps angepasst und entsprechend parametriert. Die Überwachung wird über Fernzugriff ermöglicht, sodass die im Bedarfsfall kompetente und schnelle Unterstützung gewährleistet ist. Das Condition Monitoring Kompetenzcenter von Bachmann Monitoring hat sich auf den internetbasierten Remote-Service spezialisiert. Aktuell werden 1.700 Windenergieanlagen von 18 verschiedenen Herstellern weltweit überwacht. Im Monitoring Center werden die Daten aller überwachten Anlagen konsolidiert und von erfahrenen Diagnose-Spezialisten analysiert. Die automatisiert gebildeten Kennwerte werden im Fehlerfall durch die Mitarbeiter des zertifizierten Remote Monitoring Service eingehender untersucht und mit weiteren Kennwerten und Trendverläufen verglichen, bis ein konsistentes Fehlerbild entsteht. Dann können dem Betreiber häufig bereits zu diesem Zeitpunkt schon Hinweise auf die Fehlerursache gegeben werden. Woraufhin weitere Untersuchungsmethoden wie beispielsweise die Videoendoskopie gezielt und effizient eingesetzt werden können. Höchste Profitabilität gewährleistet Wartungs- und Betriebskosten einer Windenergieanlage werden bestimmt durch den Aufwand für Service und Instandhaltungsarbeiten, die Ersatzteilkosten und die Logistik (Transport von Ersatzteilen auf die Anlage und das Verfügbarmachen von Montageeinrichtungen, wie z.B. Kräne). Miteingerechnet werden muss jedoch auch ein durch die Standzeit der Anlage verursachter Ertragsausfall. Beide Faktoren gilt es zu minimieren. Condition Monitoring liefert die notwendigen Fakten, um eine Instandhaltung so zu planen, dass die energetische Verfügbarkeit der Anlagen kaum beeinflusst wird. Der Ersatz eines Lagers am Getriebestrang erfordert eine Stillsetzung der Windenergieanlage von etwa drei bis vier Tagen. Bei einem durch einen nicht rechtzeitig erkannten Verschleißschaden verursachten Spontanbruch verlängert sich dieser Zeitraum leicht auf das Zehnfache, da Material und Personal erst disponiert und auf die Anlage gebracht werden müssen. Zudem erfolgen Spontanbrüche meist aufgrund hoher Windlasten zu wind- und damit ertragsstarken Zeiten. Verursacht der Spontanbruch Folgeschäden an Komponenten, welche aufgrund ihrer Größe und ihrer Maße nur bedingt auf der Anlage instand gesetzt werden können, entstehen weitere hohe Aufwände. Die Kosten eines Kraneinsatzes, insbesondere bei offshore installierten Anlagen, sind gravierend. Integrierte Lösung für weitere Optimierung Wesentlicher Vorteil der integrierten Lösung von Bachmann ist die Verknüpfung der CMS-Messgrößen mit weiteren Betriebsparametern der Windenergieanlage. Dies erhöht die Diagnosesicherheit der Zustandsüberwachung: Fehlerbilder lassen sich mit der aktuellen Betriebssituation vergleichen und genauer interpretieren. Durch eine gezielte Steuerung der Anlage können zudem mechanische Belastungen reduziert werden. Mit angepassten Betriebsbedingungen lässt sich so die Lebensdauer vorgeschädigter Teile bis zum planbaren Wartungstermin verlängern. Dem Monitoring-Center ermöglichen die zusätzlich verfügbaren Daten noch genauere Diagnosen: Der Betriebsführer der Anlage erhält nicht nur eine verifizierte Fehlermeldung, sondern auch eine Einschätzung der Betriebsrelevanz sowie konkrete Handlungsempfehlungen. Komplettsystem zertifiziert Die Richtlinie des Germanischen Lloyd für die Zertifizierung von Zustandsüberwachungssystemen in Windenergieanlagen sieht ebenso wie die Richtlinie des Allianz Zentrums für Technik vor, dass mindestens Hauptlager, Hauptgetriebe, Generator sowie Gondel mit Turm mittels Condition Monitoring zu überwachen sind. Für die Überwachung von Hauptlager, Hauptgetriebe und Generator werden mindestens sechs Beschleunigungssensoren und für Gondel mit Turm je ein Beschleunigungssensor in axialer Richtung (in Windrichtung) sowie quer dazu benötigt. GL-Richtlinie liefert die Grundlagen Grundsätzlich wird in der Richtlinie des Germanischen Lloyd Wind der Stand der Technik zusammengefasst. So gibt diese die wichtigsten Randbedingungen zur Entwicklung, Installation und für den Betrieb dieser Systeme vor. Außerdem gilt sie als Prüfungsgrundlage für Condition Monitoring Systeme. Überwachungsstellen müssen hierin beispielsweise erklären, wie Grenzwerte ermittelt und warum sie in dieser Form gewählt wurden. Damit wird sichergestellt, dass die Auswertung und Interpretation der komplexen CMS-Daten mit hinreichender Qualifikation erfolgt. Bei der Richtlinienerstellung stand GL Wind in Kontakt mit Windparkbetreibern, die verschiedene Systeme im Einsatz haben, mit Herstellern von Windenergieanlagen bzw. Condition Monitoring Systemen sowie der Versicherungsbranche. Damit ist eine größtmögliche Neutralität und Akzeptanz gewährleistet. Die GL-Richtlinie bildet außerdem die Grundlage für die Entwicklung und Installation von CMS und regelt darüber hinaus auch die Verwendung der Messwerte, wie z.B. der Auswertung, Interpretation und Speicherung. Sie beschreibt auch die Handlungsabläufe beim Überschreiten von festgelegten Grenzwerten. Auch der Service entspricht den Anforderungen Bachmann verfügt als erstes Unternehmen weltweit über ein zertifiziertes, integriertes Condition-Monitoring-System. Dabei entsprechen nicht nur Hardware und Software den Anforderungen des Germanischen Lloyd, sondern auch die Servicedienstleistung der Online-Fernüberwachungszentralen.
Effizienz und Sicherheit am Wind
-
Elektro- und Digitalindustrie: höchstes Auftragsplus seit zwei Jahren
Die Nachfrage in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie hat sich zuletzt spürbar weiter belebt: Im Mai verzeichnete die Branche ein Fünftel mehr neue Bestellungen als ein Jahr zuvor…
-
Ziehl-Abegg investiert zusätzlich 90Mio.€
Ziehl-Abegg setzt seinen Wachstumskurs mit einer der größten Investitionsoffensiven der Unternehmensgeschichte fort.
-
Ein Überblick über Kriterien, Entwicklungen und Herausforderungen der Standardisierung
Welches industrielle Netzwerk ist das beste?
Die Frage nach dem ‚besten‘ industriellen Kommunikationsnetzwerk beschäftigt seit Jahrzehnten Ingenieure, Automatisierungsexperten sowie Gerätehersteller gleichermaßen. Die Wahl des passenden Netzwerks beeinflusst maßgeblich die Integration, Skalierung, Wartung sowie die…
-
Neuer Geschäftsführer bei Inosoft
Thomas Helmbold (r.) übernimmt die Geschäftsführung der Inosoft AG in der Schweiz und folgt damit auf den Gründer Hanspeter Knutti (l.), der das Unternehmen seit 1987 (bis 2010…
-
Siemens PLM Connection 2026 in Seeheim
KI prägt die PLM-Community – Zahlen und Keynotes im Rückblick
Rund 430 angemeldete Mitgliedsfirmen, 29 Aussteller und mehr als 90 Vorträge, Roundtables und Workshops – mit diesen Zahlen bestätigte die Siemens PLM Connection 2026 der PLM Benutzergruppe e.V.
-
Ein mit SensoJoints entwickelter Greifer sammelt für das EU-Projekt SeaClear2.0 Müll auf dem Meeresboden
SensoJoints als Gamechanger in der Unterwasserrobotik
Für das von der EU finanzierte Projekt SeaClear2.0 zur Sauberhaltung der Weltmeere mittels…
-
Was Industrieunternehmen bei Bedarfsplanung, Komponentenanalyse und Beschaffung jetzt beachten sollten
Mit vier Tipps die Speicherknappheit meistern
Die Speicherknappheit stellt Unternehmen vor Herausforderungen. System-D, Spezialdistributor für Industrial Storage, rät zu…
-
Elektrische Verbindungstechnik
PTFE-Einzeladern für anspruchsvolle Industrie- und Automotive-Anwendungen
Habia erweitert sein Portfolio an Hochleistungskabeln um PTFE-isolierte Einzeladern für anspruchsvolle elektrische Anwendungen.…
-
Marktanalyse von HMS Networks
Industrial Ethernet steigt auf 79%
Jährliche Marktanalyse von HMS Networks für industrielle Netzwerke 2026 sieht Industrial Ethernet in…
-
Mit Innenverriegelung
M12 Push-Pull umspritzte Steckverbinder
Escha erweitert sein Push-Pull-Portfolio im Bereich industrieller Verbindungstechnik um M12 Push-Pull Steckverbinder in…
-
Messtechnik
Touch-Oszilloskope für mobile Messaufgaben
Voltcraft hat sein Messtechnikprogramm um die neue Oszilloskop-Serie DOV erweitert.
-
HMI
Panel-PC-Plattform bündelt HMI und Steuerung
Wachendorff Prozesstechnik erweitert seine Match-Produktfamilie um Match Control, eine Plattform für Panel-PCs, die…
-
Sensorik
Smart-Measurement-Sensoren wachsen um Miniatur- und Hochleistungsvarianten
Contrinex erweitert sein Portfolio an Smart-Measurement-Sensoren um Miniaturausführungen sowie Varianten mit ActivStone-Beschichtung für…
-
CPO Dr. Wilma Kauke im Interview: Wie Lapp Führung und Unternehmenskultur neu denkt
Zwischen KI, Krisen und Fachkräftemangel
Wirtschaftliche Unsicherheit, Fachkräftemangel, globale Spannungen und künstliche Intelligenz verändern die Arbeitswelt tiefgreifend. Für…
-
Hilscher kombiniert Industrial Ethernet, IIoT und CRA-Readiness auf NetX-90-Basis
Neue CifX-PC-Karten für sichere Industriekommunikation
Hilscher hat zwei neue PC-Karten für die sichere industrielle Kommunikation vorgestellt. Die Karten…
-
Vorzeigeprojekt bei SGAC mit Rittal, Rittal Automation Systems und Eplan
Digitale Exzellenz in China
Mit der ‚Smart Manufacturing and Digitized Assembly Factory‘ setzt das chinesische Unternehmen SGAC…
-
Für sichere Schaltbefehle
Befehls- und Meldegeräte mit externen Kontaktgebern
Norelem erweitert sein Portfolio um Befehls- und Meldegeräte mit externen Kontaktgebern.
-
Für sicherheitsgerichtete Prozesse
Digitale Safety-HMI-Lösung mit SIL3
IconTrust HMI unterstützt die digitale Umsetzung funktional sicherer Bedien- und Anzeigekonzepte mit hohen…
-
Für die Lebensmittelindustrie
Hygienische Kabelführung
Icotek verfügt über ein umfangreiches Sortiment an teilbaren Kabeldurchführungen, Kabelverschraubungen und Kabelführungsplatten für…
-
Smartes Engineering für funktionale Sicherheit
In der modernen Softwareentwicklung gehören Versionskontrolle mit Git, mehrsprachige Codebasen, KI-gestützte Assistenten, Extensions…
-
Auftragseingang im Maschinenbau: Keine Belebung in den Mai-Orderbüchern
Der Maschinenbau wartet weiter auf eine Belebung ihrer Orderbücher.
-
Siemens erweitert seine Werke
Siemens investiert 300Mio.€, um die Fertigung von Schlüsseltechnologien für die globale Energiewende und…
-
OWL testet die nächste Stufe industrieller KI
Mit dem Projekt Engage-KI starten It’s OWL und Fraunhofer IEM eine Leistungsoffensive für…
-
Weidmüller: Grundstein für neuen asiatischen Hauptsitz
Weidmüller hat den offiziellen Spatenstich für eine neue asiatische Unternehmenszentrale in Suzhou gefeiert.
-
Yaskawa eröffnet neues Robotermontage- und Distributionszentrum
Yaskawa baut seine Produktions- und Distributionskapazitäten für Roboter in Europa weiter aus: Am…
das könnte sie auch interessieren
-
-
Technische Beschaffung
B2B-Katalog als Brücke zur digitalen Beschaffung
-
Leitungstechnik
Torsionsfeste Devicenet-Leitung für Roboter
















