Normale Modems arbeiten wie Wählscheibentelefone aus Großvaters Zeiten. Sie haben keinerlei Intelligenz und brauchen immer einen PC oder speziellen Controller, der die Kommunikation per E-Mail, Fax oder SMS erledigt. Für die Industrie-Elektronik müssen Modems jedoch eigenständig arbeiten, denn es gibt meist keine Kommunikationsintelligenz in kleinen Anlagen. Das bedeutet, dass Hardware und Software des Modems weitaus mehr leisten müssen als Verbindungen aufzubauen und Daten zu übertragen. Zum anderen bedarf es einer Sprache, um diese komplizierten Aufgaben übersichtlich konfigurieren zu können. Die Kombination aus intelligentem Modem und XML als Integrationssprache ist hier eine praktikable und zukunftsweisende Lösung. Noch immer ist viel Service Personal ständig unterwegs, um vor Ort \“nach dem Rechten\“ zu sehen, Zählerstände abzulesen oder Fehlalarme zurückzusetzen. Das sieht man in der Wasserwirtschaft, wo Pumpen, Becken und Brunnen oft weit verteilt sind. Noch weiter verteilt ist das Netz der Energieversorger, wo z.B. Zähler oft Kilometer weit entfernt beim Endkunden sitzen. Typische Einsatzfälle gibt es auch in der Gebäudetechnik; in Kühl- oder Serverräumen ist sogar eine permanente Überwachung unerlässlich. So kommt es immer wieder zu kleinen Rundgängen und Fahrten, die unwirtschaftlich sind, denn das ist heute nicht mehr nötig. Ein intelligentes Modem, das mit vielen Steuerungen und Regelungen \“reden\“ kann, schafft Abhilfe und amortisiert sich für viele Anwendungen schnell. Warum hat nicht jede dezentrale Anlage ein Modem? Jeder Home-PC hat seit Jahren ein Modem eingebaut und jeder PC-Nutzer kann leicht E-Mails und Faxe versenden. Die Kosten für ein Modem sind heute so gering, dass man sich fragt, warum die skizzierten Anwendungen in der industriellen Praxis meist nicht per Fernwartung gepflegt werden. Ein Hauptgrund ist sicherlich, dass es mit dem Kauf eines Modems nicht getan ist. Die Integration in eine Anlage ist ein schwieriges Unterfangen, denn insbesondere kleine Anlagen haben keinerlei Fernkommunikationsfunktionen eingebaut und sind somit nicht in der Lage, ein Modem zu steuern. Die Hersteller der Anlagensteuerungen müssten diese Funktionen entwickeln und integrieren. Dafür werden jedoch erfahrene Kommunikations-Entwickler benötigt, die in diesen Firmen nicht vorhanden sind. Oft scheitert die Integration auch an mangelnder Rechenleistung der CPU in der Steuerung. Viele Anlagen arbeiten mit Kleinsteuerungen oder gar Microcontrollern, deren Leistung und Speicher für das Abarbeiten von Internet- und Fernwirkprotokollen schlicht nicht ausreicht. Es fehlt eine Plug&Play-Komponente, die der Anlage Internet und Fernwirktechnik zur Verfügung stellt und gleichzeitig flexibel genug ist, um in bestehende Systeme integriert zu werden. Der Endkunde soll die Möglichkeit haben, die Einstellungen für das Modem am Bedienpanel der Anlage selbst vorzunehmen. Der Anwender kann dann per Ferneinwahl auch mit einem PC oder per Internet Einstellungen wie Handy-Nummer oder E-Mail-Adresse für das Senden von Störungsmeldungen vornehmen. Die Sprache der Steuerung Der Hersteller Tixi.Com hat genau für diese Anforderungen eine Familie von intelligenten Automatik-Modems entwickelt, das Alarm Modem. Es wird direkt an die Steuerung angeschlossen und ist in der Lage, SMS, E-Mails, Faxe oder Express E-Mails zu versenden. Es spricht als einziges Modem der Welt bereits die \“Sprache\“ von 25 verschiedenen Steuerungen (Abb. 1). Damit steht dem Anlagenbauer die volle Bandbreite an Fernkommunikation zur Verfügung- vom Versenden von Störmeldungen, über Fernwirken per SMS, E-Mail oder Express E-Mail bis hin zum Fernsteuern durch Einwahl mit einem PC. Darüber hinaus kann das Modem als Datenlogger arbeiten, der Daten nicht nur sammelt sondern auch automatisch nach einem Plan oder bei Ereignissen versendet. Die Summe dieser Funktionen mit jeweils vielen Parametern ist zu groß, um sie mit den uralten AT-Befehlen zu beschreiben. Der 1983 spezifizierte Befehlssatz unterstützt nur sehr einfache Funktionen, wie den Aufbau einer Verbindung von Modem zu Modem (ATDT 123456789), kennt aber z.B. keinen Befehl zum Versenden einer E-Mail. Als Schnittstelle für eine einfache und doch vielseitige Integration dient beim Automatik-Modem die XML-Sprache TiXML. Der Anlagenbauer kann sich so auf seine Kernkompetenz konzentrieren, eine Anlage entsprechend seiner Kundenwünsche zu entwickeln; er muss sich kein Know-how über Modems oder Kommunikationsprotokolle für Internet (TCP/IP, POP3, SMTP), Fax, SMS oder Datenübertragung aneignen. Kryptische AT Befehle versteht das Alarm Modem zwar immer noch, der Entwickler muss diese aber nicht mehr lernen. Er verwendet das Modem einfach wie ein Software-Objekt. Per XML kann er auf sämtliche Funktionen des Modems zugreifen, und muss sich keine Gedanken darüber machen, wie das Modem diese umsetzt. Ändert sich die Handynummer des Alarmempfängers, kann der Endanwender diese am Anlagen-Display eintippen. Die Steuerung sendet dann die entsprechende vom Entwickler definierte Nachricht an das Modem: Ein solcher Adresseintrag ist übersichtlich und auch für Laien ohne Handbuch lesbar. Alternativ können auch mehrere Servicekräfte im Adressbuch hinterlegt werden, die z.B. bei Schichtwechsel einem Alarm zugeordnet werden. In der Steuerung muss dafür die XML-Nachricht vorgesehen werden, um den Empfänger eines Alarms zu ändern: Störungsmelder Tritt ein Fehler auf, setzt die Steuerung einen Merker. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen kann das Modem so konfiguriert werden, dass es automatisch diesen Merker überwacht und entsprechend reagiert. Zum anderen kann es von der Steuerung angestoßen werden, einen Alarmzustand (Alarm1) abzuarbeiten (Abb. 1): Wie das Beispiel zeigt, können dabei auch Werte aus der Steuerung übergeben werden. So zeigt der aktuelle Wert eines Temperaturfühlers {temperature} beim Ausfall der Klimaanlage {anlagenNr} dem Servicetechniker, wie kritisch der Zustand tatsächlich ist. Der Alarm verweist auf einen Fehlertext (Fehlermeldung1), der alle wichtigen Informationen enthält. Auch dieser kann per XML hinterlegt werden:
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