Der Trend zur Dezentralisierung stellt die Prozessleittechnik vor neue Aufgaben. Die Geräte zur Steuerung vor Ort werden immer leistungsfähiger, und Teile der prozessnahen Funktionen verlagern sich mehr und mehr in die Feldebene. Die übergeortneten Systeme erfarhren eine Entlastung. Die prozessrelevanten Daten werden übermittelt, extrahiert, gesichert und in geeigneter Weise dargestellt. Im Zuge dieser Wandlung ergeben sich eine Reihe neuer Aufgaben für die Leitsysteme. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Umgang mit neuen Formen der Kommunikation, wie sie in der Fernwartung Einzug gehalten haben. Hierzu zählt die Nutzung von SMS über GSM ebenso wie die Information über ISDN und Ethernet. Integration und Erweiterung Industrieanlagen sind im Vergleich mit den Lebenszyklen der Informationstechnologie sehr langlebig. Dies macht die Themen Erweiterbarkeit und Integrationsfähigkeit für die Prozessleitsysteme (PLS) sehr wichtig. Um von einer Leitwarte die Geräte der Feldebene umfassend zu managen, muss der Zugriff auf diese in einheitlicher Weise möglich sein. In einer typischen Anlage kommen die Feldgeräte in aller Regel nicht nur von den verschiedensten Herstellern, sondern stammen auch aus verschiedenen Generationen. Darüber hinaus sind in einem System unterschiedliche Feldbusse im Einsatz. Die Prozessleitysteme sind sozusagen eine Integrationsschnittstelle, die alle prozessrelevanten Informationen aufbereitet, rangiert und die Werkzeuge zur Führung und Aufrechterhaltung des Prozesses bereitstellt.
Marktübersicht: Prozessleitsysteme (Scada)
Die Anforderungen an Prozessleitsysteme haben sich in den letzten Jahren enorm verändert. Von den heutigen Scada-Systemen wird neben der Prozessvisualisierung ein durchgängiger Informationsfluss über alle Betriebsebenen und -standorte hinweg verlangt.
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