\“Hätten Sie\’s gern geritzt, genadelt oder gelasert?\“ So lautet die erste Frage von Peter Volkwein, Projektmanager Sonderbau beim Markierungsspezialisten Technifor, im Gespräch mit einem Neukunden. Als führender Anbieter industrieller Markiersysteme für die Kennzeichnung von Bauteilen aus Metall oder Kunststoff bietet die Firma alle üblichen Markiertechnologien an, sodass der Kunde im Prinzip die freie Auswahl hat. So könnte beispielsweise bei einer Autokarosserie die Fahrgestellnummer eingeritzt, der Datamatrix-Code mit einem Nadelpräger aufgebracht und das Herstellerlogo mittels Laser eingebrannt werden. Allerdings ist nicht jede Technologie für jedes Material, jede Oberfläche und jede Produktionsanforderung gleich gut geeignet. So sind Ritzen und Nadelprägen im Allgemeinen kostengünstiger als das Lasermarkieren. \“Dafür ist der Laser schneller als ein Nadelpräger\“, erklärt Peter Volkwein, was sich bei größeren Stückzahlen rechnen könne. Auch die optische Qualität sei höher. Beim Lasern unterscheidet man weiter zwischen Oberflächen- oder Tiefenmarkierung, je nachdem, wie tief die Markierung ins Material eingebracht wird. \“Auch dies kann ein Kriterium für eine Lasermarkierung sein, da zumindest bei der oberflächlichen Aufbringung kaum in die Materialstruktur eingegriffen wird\“, so Volkwein. Solche Strukturveränderungen, die das Material schwächen können, sind nicht immer gewünscht. Schließlich gibt es noch ein weiteres – besonders wichtiges – Kriterium für die Auswahl des Markierverfahrens: eine möglichst gute und dauerhafte Lesbarkeit. Dies gilt umso mehr für Codes, die nicht mit bloßem Auge lesbar sind, sondern automatisch mit einem Codeleser ausgewertet werden müssen. Um hier optimale Markierungsergebnisse zu erreichen, kooperiert Technifor mit der SensoPart Industriesensorik, die den speziell für diese Anwendung entwickelten Visor Codeleser anbietet. Zuverlässige Auswertung mit Vision-Sensoren Für die Auswertung von 2D-Codes haben sich Vision-Sensoren bewährt, bei denen Kamera, Objektiv, Beleuchtung und Auswerteeinheit in einem kompakten Gerät integriert sind. Die Sensoren erfassen die Information zweidimensional und die integrierte Beleuchtung des Sensors wird synchron zur Bildaufnahme aktiviert. In den Fällen, in denen das Blitzen der Beleuchtung als störend empfunden wird, kann auf unsichtbare Infrarot-Varianten zurückgegriffen werden, wodurch sich bei metallischen Werkstücken zugleich störende Reflexionen unterdrücken lassen. Die Bildauswertung erfolgt durch einen Mikroprozessor und einer anwendungsspezifischen Software. Im Vergleich zu aufgedruckten Codes stellen direkt markierte Codes erhöhte Anforderungen an das Lesegerät, da diese aufgrund der unterschiedlichen Materialien bzw. Oberflächenbeschaffenheiten des Werkstücks nicht immer einen optimalen Hintergrund haben und so oftmals nur kontrastschwach im Kamerabild abgebildet werden können (Bild 2). Nicht alle handelsüblichen Codeleser sind daher imstande, direkt markierte Codes zu lesen. Der Visor verfügt über spezielle Auswertealgorithmen, welche die Auswertung direkt markierter Codes auch bei schwierigen Lichtverhältnissen ermöglichen. Sogar direkt markierte Codes auf glänzenden, gewölbten Oberflächen können so zuverlässig gelesen werden. Optimierte Markierung mittels Qualitätsparametern Um eine gute und dauerhafte Lesbarkeit der Codes sicherzustellen, ist es sinnvoll, die Codequalität bereits beim Markiervorgang zu optimieren. Um die Lesbarkeit von Datamatrix-Codes zu beurteilen, wurden in den Normen ISO/IEC 15415 und AIM-DPM 2006 sogenannte Qualitätsparameter definiert: Die Lesbarkeit wird dabei jeweils in sechs Qualitätsstufen (von A bis F) bewertet und eine abschließende Gesamtnote gebildet. Der Vision-Sensor bietet die Möglichkeit, während der Lesung diese Qualitätsparameter zu ermitteln und so schlecht lesbare Codes zu identifizieren. Bei Technifor nutzt man diese Funktionalität, um für eine gegebene Anwendung das beste Markierverfahren und die optimalen Systemparameter zu ermitteln – im Fall einer Lasermarkierung sind dies beispielsweise die Energie und die Pulsfrequenz des Lasers. \“Wir lassen uns vom Kunden immer ein Muster des zu markierenden Teils geben und testen dann ausgiebig die verschiedenen in Frage kommenden Verfahren\“, erläutert Peter Volkwein. Mit Hilfe von Kontrolllesungen wird der Markierprozess dann Schritt für Schritt optimiert. Auf Wunsch bietet Technifor seinen Kunden auch \“Mark \’n\‘ Read\“-Komplettsysteme an, die aus einem kundenspezifisch optimierten Markiergerät und einem Vision Sensor bestehen (Bild 3). Damit lässt sich die Codequalität auch vor Ort kontinuierlich überwachen und eine mögliche Verschlechterung im Laufe der Zeit frühzeitig erkennen. Der Anwender kann dann beizeiten reagieren, bevor es zu Ausfällen kommt. Denn ein unleserlicher Code bedeutet in der Regel einen finanziellen Totalverlust, da das betreffende Teil unverkäuflich ist. Fazit Bei der Optimierung der Codeaufbringung und -lesung hat sich die Zusammenarbeit der \“Experten im Markieren\“ (Technifor) und der \“Experten im Lesen\“ (SensoPart) bewährt, da jede Leseanwendung ganz spezifische Anforderungen stellt, von der Oberflächenbeschaffenheit des zu markierenden Materials über den Abstand der Codepunkte bis hin zur Wahl der richtigen Beleuchtung. Wenn erforderlich, optimieren die beiden Firmen die Anwendung gemeinsam vor Ort. \“Für uns ist SensoPart ein idealer Partner, der uns jederzeit mit Rat und Tat unterstützt\“, betont Peter Volkwein. Die erfolgreiche Kooperation zahlt sich nicht zuletzt für die Technifor-Kunden aus: Sie erhalten eine Komplettlösung, die exakt auf den jeweiligen Prozess abgestimmt ist und eine zuverlässige Rückverfolgbarkeit der Produkte und Komponenten gewährleistet.
Sauber markiert, sicher gelesen Optimierte Teilemarkierung mittels Codeleser
-
Bietet IE5-Wirkungsgrad
Induktionsmotor
WEG hat den W22 Prime auf den Markt gebracht, die nächste Generation seiner W22-Induktionsmotorenreihe.
-
Erfolgreicher Pharma Tech Talk von Pepperl+Fuchs
Am 1. und 2. Juli brachte Pepperl+Fuchs in Mannheim Experten aus der Pharma-, Life-Science- und der Automatisierungsbranche zusammen.
-
Erfolgreiche Veranstaltung von Gemü, IHK & VDMA
Gemü setzte mit der IHK Heilbronn-Franken und dem VDMA bei einer gemeinsamen Veranstaltung Impulse zu denThemen industrielle Datenräume und digitaler Produktpass.
-
Endress+Hauser eröffnet zwei neue Gebäude in den USA
Endress+Hauser hat zwei neue Vertriebsgebäude in den USA eröffnet.
-
Neue Doppelspitze am Fraunhofer FKIE
Prof. Christoph Igel ist mit Wirkung zum 15. August zum Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE berufen worden.
-
Für 24V-Anwendungen
Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Weidmüller erweitert das Portfolio um die unterbrechungsfreie Stromversorgung Duramax.
-
Für Bahn-Anwendungen
Kabeldurchführungen aus TPE
Kabeldurchführungs-Systeme werden nach den strengen branchenspezifischen Normen geprüft und zertifiziert.
-
Schlüsselkomponente für IEC61800-5-2-konforme Antriebssysteme Sicherheitszertifizierte Drehgeber
Funktionale Sicherheit im Maschinenbau beginnt nicht im Antrieb, sondern am Sensor.
-
Für Rechenzentren, Edge-Umgebungen und Enterprise-IT
Gemanagte Rack-Stromverteilung
Panduit gibt den Produktlaunch der ES2P Power Distribution Unit bekannt, eine gemanagte Rack-PDU,…
-
Neue Automation-Einheit bei Siemens
Rainer Brehm übernimmt Leitung
Siemens stärkt sein Automatisierungsgeschäft und bündelt dazu die bisher vier Geschäftsbereiche in einer…
-
Ifo-Umfrage
Unternehmen erwarten eher sinkende Löhne durch KI-Einsatz
Viele Unternehmen in Deutschland erwarten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz eher sinkende…
-
Zur Modernisierung von Werkzeugmaschinen
Bügelclips für Energieketten
Wollen Konstrukteure von Werkzeugmaschinen bei einer Modernisierung größere Schläuche einsetzen, erfordert das häufig…
-
Mit 8-poligem M12-Anschluss
Not-Halt-Schalter
Georg Schlegel erweitert seine Baureihe Shortron Connect um drei neue Not-Halt-Geräte mit 8-poligen…
-
… den aktiven Verteilern und Passivverteilern von Bihl+Wiedemann?
Unter dem Titel ‚Sichere Sache‘ stellte Bihl+Wiedemann in der Titelstory der Ausgabe 7/2016…
-
Geschäftsführerwechsel bei Alphitan
Alphitan gibt im 25. Jubiläumsjahr der deutschen Tochtergesellschaft Antecs einen Wechsel bekannt: Geschäftsführer…
-
Neue Fachmesse: All About Electronic Solutions
Mit der All About Electronic Solutions startet Easyfairs eine neue Messereihe.
-
Steuerungstechnik
SPS ermöglicht dezentrale Echtzeitkommunikation über CAN UDS
Die Arcon-SPS ist eine IEC61131-kompatible Steuerung für räumlich verteilte Automatisierungssysteme.
-
Inlandsbestellungen ziehen kräftig an
Elektroindustrie mit Auftragsplus zur Jahresmitte
Im Juni verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Plus von 13,3% gegenüber dem Vorjahr…
-
Auch Importe gestiegen
Exporte im Juni lagen bei +0,9%
Im Juni sind die deutschen Exporte gegenüber Mai kalender- und saisonbereinigt um 0,9%…
-
Industrielle Kommunikation
Mobilfunkmodule bringen 4G und 5G auf den Raspberry Pi
Spectra erweitert mit der Calyx Embedded Modul Serie Raspberry Pi 4 und Raspberry…
-
Drehzahl- und Positionssensor
Drehgeber kombiniert Positionsmessung und Zustandsüberwachung
Lenord+Bauer erweitert sein Portfolio digitaler MiniCoder um eine Variante mit serieller Schnittstelle für…
-
Drehzahl- und Positionssensor
Drehgeber kombiniert Positionsmessung und Zustandsüberwachung
Lenord+Bauer erweitert sein Portfolio digitaler MiniCoder um eine Variante mit serieller Schnittstelle für…
-
Neuer Muttertyp sorgt für mehr Leistung
Bosch Rexroth erweitert die Performance Line seiner Kugelgewindetriebe um eine Lösung für vertikale…
-
Flexible Ethercat-Architektur
Der duale Ansatz von Dunkermotoren bei der Ethercat-Architektur ermöglicht es OEMs, die Antriebsarchitektur…
-
Physical-AI an der Edge
Das applikationsfertige Modul aReady.COM Conga-HPC/cRX1 mit AMD Ryzen AI Embedded X100 Series Prozessoren…
















