Der Mensch ist von Grund auf bequem. Er lässt nichts unversucht, sein Leben irgendwie zu erleichtern. Dieses Phänomen kann man natürlich auch in der Technik beobachten. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der Service-Roboter den Alltag erobert – bis er putzt, Rasen mäht oder Äpfel pflückt. Service-Roboter, die als Wachpersonal, als Putzhilfe oder sogar als persönlicher Butler eingesetzt werden sollen, benötigen ein hohes Maß an Selbstständigkeit. \“Ich würde gern zu meiner Lebenszeit ein künstlich intelligentes System sehen,\“ sagt Professor Thomas Christaller, Robotikforscher vom Fraunhofer Institut. In der Robotik ist geplant, vermehrt Arbeitsplätze zu schaffen, an denen Roboter und Mensch in einem Team direkt zusammenarbeiten. Bisher wurde die direkte, schrankenlose Zusammenarbeit aus sicherheitstechnischen Gründen gemieden. Wie kann man diese Sicherheit gewährleisten? Die Antwort heißt: mit intelligenten Überwachungssystemen, wie Bildverarbeitungseinheiten und Identifikationstechnologien. Die RFID-Technik ist eine davon. Sie kann die Kluft zwischen physischer und elektronischer Welt schließen. Die Integration von RFID in Robotikapplikationen ist keine Zukunftsmusik mehr. Ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz von RFID in der Robotik zeigte der Teppichhersteller Vorwerk auf der diesjährigen Cebit in Hannover. Es wurde ein textiles Underlay zur automatischen Steuerung von Robotern vorgestellt, was mit RFID-Chips bestückt ist und unter einer Vielzahl von Bodenbelägen installiert werden kann. Anhand der auf den Chips gespeicherten Informationen können sich RFID-fähige Roboter auf der Bodenfläche orientieren und z.B. Reinigungsfunktionen in Gebäuden übernehmen. Sie sehen, wir sind nicht mehr weit davon entfernt, dass uns ein Service-Roboter als persönlicher Butler, nennen wir Ihn einmal \“James\“, die Zeitung bringt oder die Küche putzt. Übrigens befindet sich in dieser Ausgabe ein ausführlicher Sonderteil zu RFID (ab S.64) und Bildverarbeitung (ab S.103). Standardisierung der Datenübertragung Wenn es in der industriellen Bildverarbeitung darum geht, die Daten zu übertragen, ragt aus der Vielzahl von Schnittstellenangeboten immer mehr Gigabit-Ethernet-Machine Vision (GigE Vision), gepaart mit GenICam als einheitliche Kamera-Programmierschnittstelle heraus. Die Meinungen der Fachleute über diesen Versuch der Standardisierung gehen auseinander. Zuerst einmal ist z.B. der Wegfall eines Framegrabbers ein Vorteil bei GigE. Des Weiteren lassen sich Anwendungen mit langen Kabellängen und hohen Datenraten deutlich einfacher verwirklichen. Einige IBV-Experten vermuten allerdings eine Einschränkung der technischen Möglichkeiten, die eventuell durch die Standards nicht unterstützt werden. Dieses Argument ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Ich denke trotzdem, dass dieser Versuch der Standardisierung in Zukunft erfolgreich sein wird, da viele wichtige Software- und Hardwarehersteller mitarbeiten. Unser Vorbericht zur Vision auf S.117 informiert über weitere Trends und Innovationen aus der Welt der industriellen Bildverarbeitung. Die wichtigsten Kennzahlen der Branche erfahren Sie übrigens auf S.148. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Henning Schulz
Vision oder Wirklichkeit – ein Roboter namens James
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