
Mit der Konvergenz von IT und OT müssen Fabrikautomatisierung und industrielle Anwendungen gegen aktuelle und zukünftige Cybersecurity-Bedrohungen gewappnet sein. Zwar treten IT-Vorfälle häufiger auf, doch OT-Vorfälle sind meist wesentlich destruktiver und können Leib und Leben, aber auch ganze Unternehmen gefährden. Die technische Kluft zwischen IT- und OT-Systemen erschwert es, etablierte IT-Sicherheitsmechanismen einfach zu übernehmen.
Staatliche und normative Vorgaben
Inzwischen haben nationale, europäische und internationale Institutionen die Relevanz von OT-Security erkannt. Neben dem Schutz der Gesellschaft und Wirtschaft sind auch staatliche Akteure involviert, die Cyberangriffe strategisch einsetzen. Ein zentrales Ergebnis auf EU-Ebene ist der Cyber Resilience Act (CRA). Dieser bezieht sich auf alle Produkte mit digitalen Elementen, die in der Europäischen Union vertrieben werden – also auch auf OT-Komponenten. Der CRA wird nach einer Übergangszeit bis November 2027 ohne nationale Gesetzgebung europaweit gültig.
Während der CRA den Fokus auf Produkte legt, adressiert die NIS-2 Richtlinie vor allem Prozesse und IT in Unternehmen, insbesondere in kritischen Infrastrukturen (KRITIS) und KRITIS-nahen Betrieben. Zudem finden sich Cybersecurity-Anforderungen in weiteren Normen und Regularien wie der Maschinenverordnung 2023/1230, der Radio Equipment Directive (RED, Artikel 3.3), der UNR 155/156 (automotive communication) oder der IEC61508 (Functional Safety). In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Lösungsansatz der IEC62443 für sichere OT-Umgebungen
Die Normenreihe IEC62443 ist speziell auf industrielle Kommunikationssysteme (Industrial Automation & Control Systems, IACS) ausgerichtet und bietet einen Rahmen, um Cybersecurity umfassend zu betrachten und praktisch umzusetzen. Die IEC62443 besteht aus vier Teilen. Während der erste Teil (62443-1) Begriffsbestimmungen klärt, befassen sich die weiteren Teile mit der gesamten Wertschöpfungskette einer Anlage: vom Komponentenlieferanten über den Maschinenbauer bis zum Anlagenbetreiber. Jeder Akteur muss seinen Beitrag zur Sicherheit leisten:
- Komponentenlieferant: sichere Entwicklung, Bereitstellung von Sicherheitsupdates über den Lebenszyklus
- Maschinenbauer: Sicherheit in Konzeption, Ausstattung mit sicheren Komponenten, sichere Konfiguration
- Anlagenbetreiber: Sicherer Betrieb, Einspielen von Updates, Schulung von Personal
Alle Beteiligten müssen zudem umfassende Dokumentationen, Hardening Guides und Schulungen bereitstellen sowie potenzielle Sicherheitsrisiken über den gesamten Produktlebenszyklus beobachten und veröffentlichen. MK|Ware schafft Transparenz in der Fertigung: Maschinenzustände, Auftragsdaten und Rückmeldungen stehen in Echtzeit bereit. ‣ weiterlesen
Shopfloor-Daten sinnvoll nutzen
Konzepte der IEC62443
Die IEC62443 verfolgt praxisorientierte Konzepte, um technische und organisatorische Anforderungen abzudecken:



















