
Zur Hannover Messe 2017 stellt Eplan seine neue Automatisierungslösung Eplan Cogineer vor, die vollständig in die Eplan Plattform integriert ist. Die Software wurde komplett neu entwickelt. Mir ihr können Anwender Elektro- und Fluidpläne auf Knopfdruck konfigurieren. Das Besondere daran: Lösungsanbieter Eplan hat hiermit eine Automatisierungssoftware auf Basis von Konfiguration entwickelt, die für Anwender der Eplan Plattform sofort einsetzbar ist. Ohne Hürden und ohne zeitaufwendige Einarbeitung – dafür aber mit extra schnellen Ergebnissen. Erreicht wird dies durch zwei Funktionsbereiche in Eplan Cogineer: Im Designer werden Regelwerke definiert und der Project Builder stellt die automatisch erstellten Benutzeroberflächen für die Konfiguration und automatische Projekterstellung zur Verfügung. Der Project Builder ist von Anwendern ohne jegliche Eplan-Kenntnisse nutzbar. Aber davon später nähere Erklärungen.

Einfacher ist besser
Dieter Pesch, Bereichsleiter Produktmanagement und Entwicklung bei Eplan, erklärt: „Wir haben eine Lösung entwickelt, die vom Handling möglichst simpel, in Bezug auf die Funktionen aber sehr innovativ ist.“ Einfachheit steht im Zentrum der Anwendung. Ein mechatronisches Regelwerk und Konfigurationsoberflächen lassen sich ohne Kenntnisse einer höheren Programmiersprache erstellen. Weiteres Expertenwissen in der Anwendung externer Software – beispielsweise Excel, VBA oder HTML-Kenntnisse – sind nicht erforderlich. Einfache Erfahrung in der Makrotechnologie reicht aus.

Makros für Regelwerke
Makros oder auch existierende Beispielprojekte dienen als Basis zur Erstellung der Regelwerke. Das geschieht durch einfache Variablentechnik und logische Operanden – beispielsweise zur Generierung von Teilfunktionen einer Schaltung, so genannter Mini-Konfiguration – oder für komplette Projekte mit oder ohne Optionstechnik. Dabei spielt es keine Rolle, ob Schaltpläne nach funktionalen Strukturen aufgebaut sind oder aus der fertigungsspezifischen Sichtweise erstellt werden. „Eplan Cogineer holt jeden Anwender exakt dort ab, wo er steht und erfordert keine Änderung der Projektierungsweise“, erläutert Pesch.

Ein Praxisbeispiel
Am Beispiel einer Motorsteuerung wird das deutlich. Bei der klassischen Projektierung wird die komplette Steuerung entweder als Makro manuell eingefügt oder aus einem Musterprojekt per Copy&Paste kopiert und eingefügt. Anschließend passt der Anwender alle projektspezifischen Informationen, Bauteildaten und Drahtquerschnitte manuell an bzw. berechnet diese. Dabei handelt es sich um fehlerintensive Arbeitsschritte, sofern etwas vergessen wird. Eplan Cogineer bietet für die Motorsteuerung einen Mini-Konfigurator an. In einer einfachen Benutzeroberfläche wählt der Anwender alle wichtigen Parameter aus und Eplan Cogineer generiert anschließend die korrekte Steuerung, die im Schaltplan erscheint. Der Anwender muss sich keine Gedanken über die Artikelauswahl des Motorstarters oder über die Kabeldimensionierung machen. Beides übernimmt die neue Automatisierungssoftware auf Basis des hinterlegten Regelwerks. Die restliche Dokumentation kann dann wieder wie bisher erfolgen. Übrigens: Die dargestellte Konfigurationsoberfläche für die Motorsteuerung entsteht auf Basis des Regelwerks. Ändert sich das Regelwerk, dann ändert sich im Hintergrund automatisch auch die Konfigurationsoberfläche. So passt sich Eplan Cogineer der benötigten Arbeitsweise an. Andererseits ist Eplan Cogineer auch in der Lage, vollständige Projektdokumentationen auf Knopfdruck zu erstellen. Im dargestellten Beispiel wird die Dokumentation einer Schleifmaschine auf Basis aller möglichen Maschinenvarianten (Optionen) generiert, da schon sämtliche Details in Eplan Cogineer hinterlegt sind. So können auch Mitarbeiter ohne Eplan-Kenntnisse mit dem Project Builder von Eplan Cogineer beispielsweise in der Angebotsphase eine detaillierte Vorabdokumentation einer Maschine oder Anlage erstellen. Die Qualität des Angebots wirkt deutlich hochwertiger und hebt sich von Angeboten des Wettbewerbs ab.
















