In der Gemeinde Hoce, südlich von Maribor und nur wenige Kilometer von der Grenze zu Österreich entfernt, ist das Traditionsunternehmen Ledinek ansässig. Seit über 100 Jahren beschäftigt sich das Familienunternehmen mit dem Naturwerkstoff Holz. Waren sein Großvater und Vater noch ausschließlich als Fassbinder tätig, so startete der studierte Maschinenbauer Pavel Ledinek im Jahr 1967 mit der Entwicklung und Fertigung erster eigener Maschinen für die Fassherstellung – zunächst für den Eigenbedarf, später belieferte er Handwerksbetriebe im ganzen ehemaligen Jugoslawien. Mit den Kriegsgeschehnissen 1991 brach für Ledinek mit einem Schlag der Markt zusammen. Gregor Ledinek, der heute gemeinsam mit seinem Vater Pavel das Unternehmen leitet, erinnert sich: \“Zwar exportierten wir damals bereits u.a. nach Österreich, aber 85% unseres Geschäftes machten wir in Jugoslawien. Entsprechend schwierige Zeiten brachen über uns herein.\“ Mit Innovation und Fleiß gelang dem Unternehmen die Wandlung vom Gewerbe- zum Industrielieferanten. Heute gilt Ledinek als eine der ersten Adressen in Sachen industrieller Holzbearbeitung – und das weit über die slowenischen Landesgrenzen hinaus. In rund 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten stehen Ledinek-Anlagen im Einsatz. An die 100 Mitarbeiter sind alleine im Engineering-Bereich beschäftigt, knapp 200 in der Fertigung und Montage. Das umfangreiche Portfolio erstreckt sich von Hochgeschwindigkeits-Hobelmaschinen über Parkettmaschinen, Sägen, Kehlmaschinen, Keilzinkanlagen bis hin zu Komplettanlagen für Leimholzprodukte. Egal, ob gerade oder gebogene Brettschichtholz, Konstruktionsvollholz oder X-Lam-Platten – für jede Produktgruppe bietet Ledinek ein durchgängiges Maschinenprogramm aus einer Hand an. \“Viele unserer Maschinen und Anlagen entstanden aus konkreten Kundenanforderungen\“, erzählt Gregor Ledinek. \“Wir kopieren nichts, sondern analysieren eine Aufgabenstellung sehr genau und entwickeln die technisch und wirtschaftlich optimale Lösung dafür. Das ist unsere Philosophie, die uns wesentlich von unserem Mitbewerb unterscheidet und die uns zum internationalen Erfolg führte.\“ Kompetenz in der Maschinenautomatisierung Eine hohe Fertigungstiefe prägt den ISO9001-zertifizierten Hersteller – Stahlbau, mechanische Fertigung, Montage sowie Elektro- und Automatisierungstechnik inklusive Schaltschrankinstallation sind unter einem Dach vereint. Mechatronisch wird in der Entwicklung und Konstruktion gearbeitet – Mechanik, Elektrik und Elektronik sowie Software gehen Hand in Hand. \“Unsere langjährig gesammelten Erfahrungen sind die Basis unserer Lösungskompetenz, mit der wir maßgeschneiderte Produkte von der Planung bis zur Inbetriebnahme vor Ort beim Kunden realisieren\“, betont Gregor Ledinek. Automatisierungsseitig ist es das perfekte Zusammenspiel sämtlicher Komponenten – von der Pneumatik über die Sensorik, die Servoantriebe bis hin zur Steuerung und Visualisierung, das letztendlich die hohen Leistungsfähigkeiten der Ledinek-Maschinen ausmacht. Das Streben nach mehr Performance führte seinerzeit auch zum heutigen Steuerungs-Standardlieferanten, zu Vipa Elektronik-Systeme in Österreich. Als Vertriebspartner des deutschen Herstellers Vipa betreut das Wiener Unternehmen neben dem heimischen u.a. auch den slowenischen Markt. \“Wir wurden über einen unserer Kunden auf Vipa aufmerksam\“, erinnert sich Gregor Ledinek. Die damals neue Vipa System 300S-CPU mit der schnellen Speed7-Technologie sorgte auf Anhieb für Begeisterung. Dass die Vipa-Baugruppen obendrein auch noch mit der vertrauten Siemens-Welt kompatibel und via Step7 programmierbar sind, erleichterte die Entscheidung zusätzlich. \“Bereits nach den ersten Tests erkannten wir das Potenzial dieser Steuerung, die uns wesentlich kürzere Taktzeiten ermöglicht. Es waren also in erster Linie technische Gründe, die uns zu Vipa führten. Das Preis-Leistungsverhältnis ist aber auch sehr gut, ebenso wie die Qualität und der Support\“, erklärt Gregor Ledinek weiter. Heute stattet der Holzspezialist rund 70% seiner neuen Maschinen und Anlagen mit Steuerungen und I/O-Baugruppen von Vipa aus. Bei den restlichen 30% gilt es zumeist Werkstandards der Kunden zu erfüllen, die steuerungsseitig Produkte anderer Hersteller vorschreiben. \“Unsere neue Hochleistungskappsäge \’X-Cut\‘ zur automatischen Auskappung von Fehlstellungen und Ästen gibt es allerdings nur mit der Vipa-Steuerung\“, betont Gregor Ledinek. \“Denn den komplexen Steuerungsablauf dieser hochmodernen Maschine schafft keine andere SPS mit der Geschwindigkeit.\“ Breite Systemfamilie Bei Vipa schöpft Ledinek aus dem Vollen – je nach Maschinentyp kommen entweder die kompakten 313- und 314- oder die größeren 315- und 317-CPUs aus der universellen Vipa-Systemfamilie 300S zum Einsatz. Alle CPU-Varianten arbeiten mit der Speed7-Technologie, die auf dem schnellen Speed7-ASIC basiert und bei der die eigentliche CPU durch Co-Prozessoren unterstützt wird. Die Kompaktsteuerungen \’313\‘ und \’314\‘ warten mit integrierter E/A-Peripherie auf, für die 315- und 317-Baureihe steht eine breite Auswahl an unterschiedlichen analogen und digitalen E/A-Erweiterungsmodulen sowie Kommunikationsbaugruppen zur Verfügung. \“Die Vipa-Steuerungen sind generell wesentlich schneller als vergleichbare SPSen, verfügen über einen großen integrierten Speicher für Programm bzw. Daten und haben bereits Schnittstellen für Profibus-DP, MPI sowie Standard-Ethernet serienmäßig on Board\“, streicht Joze Podvinsek, Elektrotechniker bei Ledinek, die Vorzüge heraus. \“Die integrierte Ethernet-Kommunikation nutzen wir u.a. für unsere Fernwartungslösung, die wir somit standardmäßig anbieten können.\“ Apropos Ethernet – die neuesten CPU-Modelle gibt es auch mit Profinet-Schnittstelle. Allerdings tendiert der Techniker in puncto Realtime-Ethernet eher zu Ethercat: \“Ethercat etabliert sich in der Antriebstechnik immer mehr zu dem Standardprotokoll, das auch wir künftig verstärkt nutzen wollen\“, verrät Joze Podvinsek. Diesen Trend hat auch der Hersteller Vipa bereits aufgegriffen und arbeitet gerade an der Integration der Ethercat-Schnittstelle – entsprechende Kommunikationsbaugruppen für die Speed7-Steuerungen werden bereits in naher Zukunft verfügbar sein. Ebenfalls sehr beliebt bei Ledinek sind die Profibus-Stecker von Vipa. Die integrierten, gut sichtbaren LEDs geben Auskunft über den Status der Busaktivität, des Abschlusswiderstandes und der Spannungsversorgung – eventuell vorhandene Busfehler werden so auf einen Blick erkennbar. Verfügbarkeit und Qualität
Hohe SPS-Performance für Hochleistungsanlagen Ein slowenischer Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen- und Anlagen profitiert von schneller Vip
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