Beckhoff präsentiert erste OPC UA-Implementierung

Als einer der ersten Hersteller präsentiert Beckhoff die Implementierung der neuen OPC-UA-Spezifikation in seinen PC-basierten Steuerungen. Die bisherige OPC-Technologie gründete auf dem Microsoft-COM/DCOM-Modell und war somit auf Microsoft-basierte Betriebssysteme beschränkt. Der neue OPC-UA-Standard (UA steht für Unified Architecture) beruht auf TCP-Kommunikation und ist somit plattformunabhängig. Die Implementierung läuft u.a. auf einem Embedded-PC CX1020. Neben der Plattformunabhängigkeit ist ein weiterer Vorteil, dass die OPC-Konfiguration in Netzwerken nahezu entfällt: Sobald eine SPS im Netzwerk verfügbar ist, kann per UA-TCP-Kommunikation direkt kommuniziert werden. Neben dem standardisierten Austausch von SPS-Prozessdaten stehen unter UA nun auch gerätespezifische Informationen und Dienste zur Verfügung. OPC ist ein etablierter und anerkannter Standard für den Datenaustausch zwischen Steuerung und HMI in der Fertigungs- und Prozessautomatisierung. Mit der neuen Unified Architecture-Spezifikation wird die Basis für eine neue, plattformneutrale Kommunikations- und Informationstechnologie geschaffen. Durch den möglichen Einsatz bis in die MES- und ERP-Ebene, ergeben sich erweiterte Herausforderungen an Skalierbarkeit, Netzwerkfähigkeit, Plattformunabhängigkeit und Sicherheit. Bereits der Transportlayer OPC-UA-Base-Service stellt wenige generische Basisdienste für überlagerte OPC-Geräte zur Verfügung. Kommuniziert werden kann über zwei verschiedene Transportwege: Der WebService für http erlaubt die Kommunikation über den Standard-Internetweg. Per TCP kann, für höhere Performance, über den Port UA-TCP (Port 4840) kommuniziert werden. Auch die Art der Datenübertragung lässt sich unterscheiden: Daten können als XML- oder Binärdaten versendet werden. Darauf aufbauende Informationslayer beschreiben, was transportiert werden kann. Hier finden sich OPC-Informationsmodelle wie DataAccess, Alarm&Event, HistoricalData und Command wieder.