Die Engineering-Tools Drive Solution Catalogue (DSC) und Drive Solution Designer (DSD) wurden vor einigen Jahren eingeführt, um die Varianten in Lenzes Produkt- und Dienstleistungsspektrum handhabbar zu machen. Allein der Baukasten der Getriebemotoren bietet theoretisch 1023 Kombinationsmöglichkeiten. Selbst wenn man die technisch nicht sinnvollen Kombinationen ausschließt, bleiben noch bis zu 109 Varianten. Informationen in diesem Umfang können in gedruckten Katalogen kaum übersichtlich abgebildet werden. Bei der Auswahl und Berechnung helfen die beiden Software-Werkzeuge. Dazu stehen DSC und DSD auf DVD und zum Download über das Internet zur Verfügung. Zusätzlich ist im Internet eine Online-Version des DSC frei zugänglich. Das Funktionsspektrum der Tools für die Planung und Beschaffung greift ineinander: Der DSC erleichtert die Auswahl, Konfiguration und Bestellung von Antriebskomponenten und kompletten Systemen. Mit dem DSD werden Antriebslösungen ausgelegt. Er übernimmt eine Vielzahl von Engineering-Aufgaben, sei es die Prüfung der Antriebsphysik, der möglichen Alternativen oder der Energieeffizienz. Mit beiden Software-Werkzeugen bekommen Maschinen- und Anlagenbauer sowie Vertriebsmitarbeiter schnell stichhaltige Daten und Angebote. Konzentriertes Wissen Die Lenze-Produkte basieren auf einem Baukastenkonzept. Mit der Entwicklung von DSC und DSD, die das Antriebs-Know-how von Lenze enthalten, ermöglicht der Hersteller seinen Anwendern vollen Zugriff auf viele Kombinationsmöglichkeiten. Die gemeinsam mit encoway entwickelten Lösungen für die Pre-Sales-Phase integrieren sich in die vorhandenen Systeme und Prozesse der Lenze-Gruppe, die SAP ERP als führendes System für die Verwaltung von Produktdaten und Beziehungswissen nutzt. DSC und DSD übernehmen die Daten und das Beziehungswissen der konfigurierbaren Produkte (KMATs) aus dem ERP-System. So wird das im ERP-System vorhandene Produktwissen außerhalb des Basissystems nutzbar. Werden nun über die Engineering-Tools Angebots- oder Auftragsdaten generiert, so können diese automatisiert ins ERP-System übergeben werden. Die Daten werden nur zentral im ERP-System gepflegt und lassen sich auf Knopfdruck in den Engineering-Tools aktualisieren. Für die Projektierung einer Antriebslösung ist zusätzliches Anwendungswissen erforderlich – dieses ist im DSD eingepflegt. Mit DSC und DSD wurden Lösungen geschaffen, mit denen Daten und Logik über die gesamten Geschäftsprozesse hinweg konsistent bleiben. DSC: schnell zu Produkt und Preis Der Drive Solution Catalogue bietet einen schnellen Zugang zum komplexen und variantenreichen Produktsortiment von Lenze. In wenigen Schritten finden Maschinen- und Anlagenbauer sowie Vertriebsmitarbeiter die passende Produktvariante oder konfigurieren individuelle Getriebemotoren. Das komplexe Gebilde eines Antriebs wird überschaubar, und die Konfigurationsergebnisse sind bereits auf ihre technische Baubarkeit geprüft. Darüber hinaus lassen sich per Mausklick CAD-Daten der ausgewählten und konfigurierten Produkte, eplan-Makros und Projektierungsdateien für die Schaltschrankplanung und PDF-Datenblätter generieren. Mit einem Drehmomentkennlinien-Generator können für viele Ausführungen von Motor-Umrichter-Kombinationen Drehmomentkurven erzeugt werden. Eine Warenkorbfunktion ermöglicht Maschinen- und Anlagenbauern eine Preisanfrage per E-Mail an Lenze. In der DSC-Version für den Lenze-Vertrieb generiert die Software automatisch Angebote mit ERP-konformer Preiskalkulation. Komplexe Preislisten, inklusive verschiedener Rabatte und Währungen können zur Laufzeit generiert werden. Die Daten können in unterschiedlichen Formaten ausgegeben und weiter genutzt werden. Eine Übergabe der Auftragsdaten an die Bestellabwicklung ist integriert. Jörg Wunder, Leiter Sales Media bei Lenze, sagt über den DSC: \“Durch den intelligenten Katalog generieren wir nicht nur Wettbewerbsvorteile im Vertriebsprozess, sondern auch Synergien in unserem Datenmanagement.\“ DSD: effiziente Antriebslösungen Mit dem Drive Solution Designer lassen sich auch komplexe Antriebsanwendungen planen. Um eine Lösung zu finden, genügt die Eingabe der Prozessdaten und des Geschwindigkeitsprofils. Außerdem verfügt der DSD über umfangreiche Bibliotheken von Applikationen mit den entsprechenden Berechnungen. Die Antriebskomponenten und das -system werden sowohl auf die physikalischen Anforderungen als auch auf die Kombinationen, die realisierbar sind, geprüft. Das Ergebnis wird in einer Übersicht sowie in einem ausführlichen technischen Protokoll dargestellt. Für einen Überblick über mögliche Optionen lassen sich alternative Lösungen auf Basis unterschiedlicher Konzepte und unter Verwendung verschiedener Antriebstechnologien und Produkte bilden. Der DSD bietet Schnittstellen zum DSC und zu Kinematik-, Simulations-, Inbetriebnahme- und Service-Tools, z.B. zu Lenzes L-force Engineer. Die jüngste Version 3.0 des DSD enthält noch mehr Anwendungsvorlagen und bietet fortgeschrittene Funktionen zur Effizienzberechnung einschließlich der Generierung von Verbesserungsvorschlägen. Mit DSD 3.0 lässt sich sogar der Energiebedarf des DC-Verbundes von Mehrachsanwendungen ermitteln. So sind auch Berechnungen von Intralogistik- und Robotikanwendungen möglich. Die Software ist Windows-7- und Office-2010-kompatibel. Anwenderreaktionen Mittlerweile setzen 1.400 Anwender weltweit die Software ein. Olaf Götz, verantwortlich für das Produktmanagement der Engineering-Tools bei Lenze, unterstreicht den Nutzen des Auslegungswerkzeugs: \“Wir verzeichnen eine dramatische Verbesserung der Auslegungsqualität durch den DSD und unser gesamtes Spektrum an Software-Tools. Bisher wurden Antriebe aus Unwissenheit oder aufgrund eines fehlplatzierten Sicherheitsdenkens oft für Maximallasten ausgelegt, wo ein kleineres System für den tatsächlichen Leistungsbedarf vollauf genügt hätte und viel effizienter gewesen wäre.\“ Für solche Berechnungen bietet der DSD innerhalb von Minuten fundierte Daten, außerdem Effizienzberechnungen und einen eigenen Energiepass. Lenze und encoway arbeiten kontinuierlich an der Fortentwicklung der Software-Werkzeuge. \“Bei der Weiterentwicklung der Funktionen und der Usability des DSD legen wir großen Wert auf die Erfahrungen der Anwender\“, berichtet Teamleiter Karl-Heinz Weber aus dem Team Tools und Training bei Lenze. Regelmäßig nehmen Anwender bei Lenze neue Versionen genau unter die Lupe und unterziehen den aktualisierten DSD Intensivtests. Fazit Die Planungs- und Engineering-Tools DSC und DSD führen den Anwender zu korrekten Antriebsprodukten und -lösungen ohne zeitaufwändige Rückfragen und Prüfungen. Sie liefern verlässliche Informationen und Zusatzmaterial – z.B. CAD-Daten, die im weiteren Arbeitsprozess Aufwand sparen. Laut Anwendertests betragen die Zeitersparnisse bis zu 80 % bei gleichzeitiger Verbesserung der Angebots- und Auslegungsqualität. Die Tools bieten Unterstützung während der Planungsphase und berücksichtigen dabei den gesamten Produktlebenszyklus einer Maschine oder Anlage. Olaf Götz resümiert zum DSC: \“Der Drive Solution Catalogue stellt alle Produkte übersichtlich dar. Er vereinfacht die Auswahl von Produkten und Antriebssystemen und bietet dabei eine Reihe von Engineering-Informationen. Zubehör wird produktbezogen ausgewählt.\“ Karl-Heinz Weber, Leiter von Lenzes Team Tools und Training, ergänzt zum DSD: \“Ein Vorteil, den die Anwender schätzen, ist, dass sie mit dem DSD die Variantenvielfalt reduzieren und ihren Logistikaufwand beschränken können.\“ Wie er hinzufügt, nutzen sie den DSD in einem frühen Planungsstadium, legen fest, welche Antriebskomponenten infrage kommen, und konstruieren ihre Anlage entsprechend. \“Die Funktionalitäten der Produkte werden dadurch keineswegs eingeschränkt; vielmehr können sie so 100%ig stimmige Mechatroniklösungen bauen.\“ Kasten: Verbindung zwischen Lenze und encoway
Antriebsengineering: Antriebe optimal auswählen, konfigurieren und auslegen
-
Sensorlose Sicherheitsfunktionen für die Antriebstechnik
Werkzeugmaschinen & Co sicher betreiben – ohne Drehzahlgeber
Bei Bearbeitungszentren und Werkzeugmaschinen bestehen für den Bediener oder Servicetechniker Gefahren durch rotierende Werkzeuge. Mit den sensorlosen Sicherheitsfunktionen SFM und SLOF, die im Drive Controller SD2 implementiert sind,…
-
Für kleinere bis mittlere Anlagenbauer
Drahtkonfektionier-Vollautomat
Rittal den Wire Terminal WT L vor, der besonders die Anforderungen kleinerer und mittlerer Steuerungs- und Schaltanlagenbauer erfüllt.
-
Energie- und Auslastungsmonitoring
Strommesseinheit
Mit der neuen Strommesseinheit CMU DC bietet Phoenix Contact eine eindeutig verständliche und kompakte Lösung für die Stromüberwachung.
-
Für den Schaltschrankbau
Robuste Schaltnetzteile
Die Schaltnetzteil-Serie SNT94 von Feas ist für den Einsatz in industriellen Schaltschränken ausgelegt.
-
All-in-Pakete ohne Zusatzkosten
Integrierte Engineering-Lösungen
Unternehmen im Schaltschrank-, Maschinen- oder Anlagenbau benötigen heute nicht einzelne Werkzeuge, sondern integrierte Engineering-Lösungen, die Arbeitsabläufe durchgängig unterstützen.
-
Phoenix Contact: Umsatzplus von 10% im ersten Quartal
Phoenix Contact ist mit einer starken Wachstumsdynamik in das Jahr 2026 gestartet.
-
MVO und CRA: Was Maschinenbauer jetzt wissen und tun müssen
Zwei Fristen, eine Verantwortung
Ab Januar 2027 löst die neue EU-Maschinenverordnung (MVO) die bisherige Maschinenrichtlinie ab -…
-
Deutsche Elektroexporte ziehen im Februar kräftig an
Im Februar konnten die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie kräftig zulegen: Sie…
-
SPS erschließt Automatisierungsmärkte in Asien und Amerika
Eine Marke, viele Märkte
Die SPS ist längst mehr als eine Messe in Nürnberg. Nach den Standorten…
-
Kompakte und präzise Kit-Encoder
Megatron bietet die Drehgeber ETx25K und HTx25K in unterschiedlichen Ausführungen an – als…
-
Miniatur-Absolutdrucksensor mit Kühladapter
Kistler präsentiert einen neuen Adapter mit integrierter Wasserkühlung (Typ 7547A) für den Miniatur-Absolutdrucksensor…
-
Robuste Sensoren für maritime Anwendungen
Die Sensoren der Full-Inox-Maritime-Serie von Contrinex bieten hohe Schutzarten (IP68/69K), sind korrosions- sowie…
-
Multifunktionale Stromverteilung für Power-to-X-Pilotanlage
„Wir können jederzeit umbauen oder erweitern“
Das Startup Greenlyte Carbon Technologies treibt mit neuartigen Power-to-X-Pilotanlagen die Energiewende voran. Mittendrin…
-
Programmierbare Relais schließen die Lücke zwischen SPS und Steuergerät
Das richtige Maß für moderne Automation
Mit einer Serie einfach programmierbarer Relais schließt Akytec die Lücke zwischen komplexen SPSen…
-
Bereitstellung der Ethercat-Funktionalität über den PLCnext Store
Ethercat in PLCnext
Mehr Performance, mehr Offenheit, weniger Integrationsaufwand: Moderne Automatisierung verlangt nach durchgängigen, flexibel erweiterbaren…
-
Middleware-Plattform für die industrielle Datenintegration
IT/OT-Datenintegration in der Praxis: Deployment zwischen Windows, Containern und Edge
Heterogene IT/OT-Landschaften sind in der Industrie die Regel – und mit ihnen unterschiedliche…
-
Prozessüberwachung im Food-Bereich
Kreislaufwirtschaft statt Einwegverpackungen
Das von CM-Automation und Ifco Systems gemeinsam entwickelte SmartGuardian-System standardisiert und überwacht weltweit…
-
Induktiver Präzisionswegsensor
Der mechanisch induktive Präzisionswegsensor Typ 8742 von Burster ist in Messbereichen von 0-2…
-
Lagerlose Safety Kit Encoder
TWK ergänzt seine Reihe der lagerlosen Drehgeber um die nach Herstellerangaben weltweit ersten…
-
Sensor- und Messtechnikbranche: Umsatz stabilisiert sich
Die Sensor- und Messtechnikbranche hat sich im Jahr 2025 leicht stabilisiert und zeigt…
-
Neues Vorstandsmitglied für Rockwell Automation
Rockwell Automation hat David A. Zapico mit Wirkung zum 16. April in den…
-
ZVEI: Nachwuchsförderung im Projekt Industrie4.0@School
Bundeskanzler Friedrich Merz diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der David-Roentgen-Schule.
-
Profinet Plugfest 2026: Starkes Momentum für sichere industrieller Kommunikation
Beim dritten Profinet Security Plugfest vom 24. bis 25. März an der OTH…
-
Protolabs-Report identifiziert KI als Wegbereiter für Industrie 5.0
Protolabs, ein Anbieter von digitalen Fertigungsdienstleistungen, analysiert in einem aktuellen Bericht Faktoren, die…
-
Fraport modernisiert die Visualisierung seiner Gepäckförderanlage
Leitstand für 100 Kilometer Logistik
Fraport betreibt am Flughafen Frankfurt eine der komplexesten Gepäckförderanlagen weltweit. Jährlich werden hier…
das könnte sie auch interessieren
-
Time-to-Market in der Automatisierung
Wie industrielle Kommunikation Entwicklungszeiten und Kosten beeinflusst
-
Standardisierung ebnet den Weg zur vernetzten Industrie
Der letzte Meter wird digital
-
Lineares Transportsystem für Batteriezellenmontage
Hohe Produktivität auf kleinem Raum
-
















