
Effizienz bedeutet, Zeit und Kraft optimal zu nutzen. In der Produktion wird Zeit aber noch oft durch Abwarten und Fehlerbehebung verschwendet. Deshalb ist es entscheidend, dass der Mitarbeiter genau die Information, das Wissen und die Befähigung erhält, um effizient arbeiten zu können. „Digitale Arbeitsplatzlösungen bieten den Vorteil, Informationen in der richtigen Form sowie zur richtigen Zeit korrekt bereitzustellen“, sagt Friedrich Steininger, Managing Director von DE Software & Control, die HMC-Lösungen auf Basis von LLMs und KI für den industriellen Shopfloor entwickelt. „Dies ermöglicht eine präzisere und kontextgerechtere Darstellung von Arbeitsanweisungen, die in Echtzeit generiert und angepasst werden können.“
Ein weiterer Vorteil der digitalen Bereitstellung ist die Möglichkeit der automatisierten Prozessabsicherung. Durch die Integration von Picksystemen, automatische optische Inspektion (AOI) oder die Ansteuerung von Prüfständen können Fehlerquoten reduziert und die Qualitätssicherung verbessert werden. „Gleichzeitig wird der Prozess dokumentiert, indem Prozessparameter, Serien- oder Chargennummern erfasst werden“, fügt Steininger hinzu. Dies ermöglicht eine bessere Nachverfolgbarkeit und eine höhere Transparenz in der Produktion.

Transformation manueller Fertigungsprozesse
Große Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang Large-Language-Models (LLMs) zu, die zur wesentlichen Komponente werden – Steininger: „LLMs transformieren die Informationsbereitstellung von einer reinen Datenlieferung zur Wissensvermittlung.“ Dadurch erfolgt eine präzisere und kontextgerechtere Darstellung von Arbeitsanweisungen, die in Echtzeit generiert und angepasst werden können. Gleichzeitig stehen Mehrsprachigkeit sowie Sprachverstehen und -ausgabe einfach zur Verfügung. „Somit wird der Werker von seiner mechanischen Kompetenz hin zur intellektuellen Kompetenz aufgewertet“, fasst Steininger zusammen.
Ein Beispiel für die gelungene und gewinnbringende Integration von LLMs in Arbeitsplatzlösungen ist WorkstAItion 5.0 von DE Software & Control. Das Assistenzsystem stellt den manuellen Prozess digitalisiert dar und vereinfacht somit z.B. die Ansteuerung von Prüfständen. Mit der Plattform Halerium steht nun zudem ein Werkzeug bereit, mit dem LLMs und KI-Algorithmen genauso wie Automatisierungseinheiten in das System integriert werden können. Technisch gesehen ist die Integration dadurch einfach umsetzbar, während die Wirkung und die Potenzialentfaltung zugleich beträchtlich sein können.
Arbeitsanweisungen generieren und anpassen
Arbeitsanweisungen hinsichtlich Sprache, Stil und Grammatik zu erstellen und zu überarbeiten ist quasi Standard. Sie inhaltlich zu generieren und anzupassen aufgrund konkreter Umgebungsbedingungen oder Produktzustände ist grundsätzlich machbar. Jedoch stellt sich in industriellen Umgebungen die Frage, ob dies erlaubt, sinnvoll und zielführend ist. Mit der Video2workinstruction-Pipeline lässt sich aus einem Video mit Audiospur eine bebilderte, mit Videosequenzen angereicherte Arbeitsanweisung erstellen. Dies ermöglicht eine präzisere und kontextgerechtere Darstellung von Arbeitsanweisungen, die in Echtzeit generiert und angepasst werden können.
Verständnisprobleme und Fehlerquoten reduzieren
Bei WorkstAItion 5.0 wird die Informationsbereitstellung durch die Integration von LLMs und KI-Technologien von einer reinen Datenlieferung zur Wissensvermittlung transformiert. Dies ermöglicht eine präzisere und kontextgerechtere Darstellung von Arbeitsanweisungen. Zudem können durch die digitale Bereitstellung automatisierte Prozessabsicherungen wie Picksysteme und Prüfstände integriert werden. Dies verbessert die Prozessdokumentation und erhöht die Qualitätssicherung. Insgesamt trägt WorkstAItion 5.0 dazu bei, die Effizienz zu steigern und Fehlerquoten in der Produktion aufgrund von Fehlverständnissen seitens des Mitarbeiters zu reduzieren.
















