Nur lesen – nicht eingreifen

So weit die Assistenz geht, so klar zieht IBHsoftec Grenzen beim Zugriff auf die Steuerung. Der Copilot liest Daten, verändert aber keine Prozesswerte und setzt keine Signale in der SPS. Direkte Eingriffe sind aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen. „Er kann nur lesen, niemals schreiben“, betont Hulsch. Zwar kann die KI Programmbausteine erzeugen oder AWL-Code vorschlagen. Dieser muss jedoch manuell übernommen, importiert und vom Anwender geprüft werden. Die Verantwortung bleibt damit bewusst beim Menschen.

Internetzugang erforderlich

Da die KI über externe Modelle arbeitet, benötigt das System eine Online-Verbindung. Unternehmen können laut Anbieter unterschiedliche Wege nutzen: eigene API-Zugänge, interne Serverstrukturen oder einen von IBHsoftec bereitgestellten Dienst. Ein vollständig lokaler Offline-Betrieb ist derzeit nicht vorgesehen. Für viele Anwender wird damit die Frage nach Datenschutz und IT-Sicherheit relevant. Hulsch verweist darauf, dass professionelle Zugänge nicht zum Modelltraining genutzt würden und projektspezifische Daten vertraulich behandelt werden. Dennoch dürfte die konkrete Freigabe in der Praxis – wie bei anderen KI-Anwendungen auch – Teil der jeweiligen Unternehmens-IT-Strategie sein.

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KI bleibt Assistenz

Auch IBHsoftec verschweigt nicht, dass generative KI Grenzen hat. Antworten können unvollständig sein oder Wahrscheinlichkeiten statt Gewissheiten liefern. Die Lösung ersetzt daher weder Messgerät noch Fachurteil. Sie soll den Diagnoseprozess beschleunigen, nicht automatisieren. Genau darin könnte jedoch ihr größter Nutzen liegen: Wenn die KI aus tausenden Programmzeilen schneller die relevanten Zusammenhänge herausfiltert, reduziert das Stillstandszeiten und senkt Serviceaufwand. Oder, wie Hulsch es zusammenfasst: „Er würde sonst Stunden oder Tage brauchen, bis er überhaupt durchblickt, was das Programm macht. Hier bekommt er das in kürzester Zeit mitgeteilt.“

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