Die Erfassung und Auswertung von SPS-Daten wird zwar schon seit Jahren praktiziert, allerdings werden dazu häufig komplexe Scada-Systeme und Datenbanken verwendet. Entsprechende Applikationen müssen vorher aufwendig projektiert und nicht selten sogar programmiert werden. Änderungen im laufenden Betrieb sind meist ausgeschlossen oder erfordern den Einsatz eines speziellen Technikers. MCPS wurde entwickelt, um dem Anwender die Möglichkeit zu geben seine Messaufgaben selbst zu konfigurieren und durchzuführen. Auf Datenbanken, Frameworks und ähnliche Softwareerweiterungen wurde dabei gänzlich verzichtet, sodass ein \’normaler\‘ Windows-Anwender das Programm administrieren kann. Der Zugriff auf eine Steuerung erfolgt über zwei Arten: Erstens über einen direkten integrierten Treiber, der die Messhardware optimal unterstützt. So können z.B. sowohl S7-Steuerungen (300,400,1200) direkt per Ethernet- oder MPI-Schnittstelle angesprochen werden, als auch das Wago I/O System750 (Feldbuskoppler oder Controller) und Schreiber/Datenlogger von Yokogawa. Zweitens ist die Einbindung diverser anderer Steuerungen (Allen-Bradley, Schneider, etc) über OPC oder Modbus möglich. Mit diesen offenen Protokollen können viele unterschiedliche Geräte, nicht nur Steuerungen, eingebunden werden. Um die Daten der SPS in den PC zu transferieren, erstellt der Anwender eine sogenannte Projektliste, in der alle Kanäle eingetragen werden, welche für die Messung relevant sind. Bereits nach wenigen Minuten ist die Software messbereit und die Messaufgabe kann durchgeführt werden. Text-, Analog-, Balken- und Trendfenster können bei Bedarf geöffnet und beliebig platziert werden. Die Messdaten werden automatisch in eine Datei geschrieben und können bereits während der Messung ausgewertet werden (Anzeige historischer Daten, Export, Ausdrucke, Statistik, usw.). Das Alarmmanagement überwacht und protokolliert kritische Werte und initiiert gegebenenfalls entsprechende Aktionen wie Email-/SMS-Versand oder das Schalten von Ausgängen. So wird der Anwender über Problemfälle sofort informiert und kann auch später noch die Alarmsituationen im Detail analysieren. Der integrierte Webserver kann zudem die aktuellen Messwerte und Alarmzustände beliebigen Browsern bereitstellen, so dass auch eine Fernüberwachung der Anlage möglich ist. Für eine sinnvolle und effektive Interpretation der Daten stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die historischen Daten auszuwerten und die Ergebnisse in freien Berichten darzustellen. Ein typisches Anwendungsbeispiel ist die Überprüfung, ob ein Produkt korrekt produziert worden ist oder ein Prüfling den Qualitätstest ordnungsgemäß durchlaufen hat. Applikation aus der Praxis
Test-Kapazität um 80% gesteigert
Immer häufiger müssen die von SPSen erfassten Daten auch gespeichert und ausgewertet werden. Sei es im Rahmen der Qualitätssicherung, der Instandhaltung und Fehlersuche oder innerhalb eines Energiemanagementsystems (ISO50001). Einen kostengünstigen Weg zur Erfüllung dieser Aufgaben bietet die Messdatenerfassungs- und Auswertesoftware MCPS (Multi Channel Process System).
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