Das SMC-Störmeldesystem von OHP ist ein Komplettsystem zur akustischen und optischen Anzeige von bis zu 48 Störmeldungen. Dabei sind die nach DIN19235 festgelegten Meldungsarten – Meldung mit Dauerlicht, – Neuwertmeldung mit Einfachblinklicht und – Erstwertmeldung mit Einfachquittierung standardmäßig festgelegt. Optional kann das System mithilfe der angebotenen SPS-Funktionalität und der genormten IEC60870-5-101, -103, -104 sowie ModbusRTU, ModbusTCP-Kommunikationsprotokolle in bestehende Automatisierungs-, Fernwirk- und Meldeumgebungen integriert werden. Multifunktional programmierbar stellt sich das System damit auf die unterschiedlichen Anforderungen ein. Konstruktiv ist das Störwertmeldesystem für den Einsatz im Schalttafeleinbau und Verteilungsschränken entwickelt worden. Dabei kommen Industrie-Normgehäuse mit kompakten Abmessungen zum Einsatz. Das Störwertmeldesystem bietet dem Anwender optional intern steckbare Kommunikationsadapter. Mit ihnen lassen sich Netzwerke von Meldestationen einfach aufbauen, die ihrerseits über GPRS-, GSM-, ISDN- sowie Analogmodem miteinander kommunizieren. Basisversion ohne Steuerungs-Funktionalität In der Basisversion erfolgt die gesamte Parametrierung des Störmeldecontrollers über Dil-Schalter. Damit kann der Anwender folgende Punkte einstellen: – Arbeitsstrom oder Ruhestrom der Eingänge, – Zuordnung der Eingangsgruppen zu den Ausgängen, – Erstwertmeldung nach DIN19235 4.1.3.1 oder Neuwertmeldung nach DIN19235 4.1.2.1, – Eigenschaften der Ausgänge (Wischer, Dauersignal, Quittierungsart) und – Verzögerungszeit der Eingänge. Arbeitsstrom oder Ruhestrom der Eingänge Bei Einstellung \’Arbeitsstrom\‘ erfolgt die Detektierung einer Störmeldung bei einem Übergang von 0- nach 1-Signal. Bei der Einstellung \’Ruhestrom\‘ erfolgt die Detektierung einer Störmeldung bei einem Übergang von 1- nach 0-Signal. Zuordnung der Eingangsgruppen zu den Ausgängen Die Zuordnung der Eingangsgruppen zu den Ausgängen erfolgt über die jeweilige E/A-Karte. Dabei ist bei jeder ankommenden Störmeldung der Hörmelde-Ausgang solange aktiv, bis dieser quittiert wird – außer, der Hörmelder ist auf \’Wischer\‘ eingestellt. Erstwertmeldung oder Neuwertmeldung Die Einstellung der beiden Betriebsarten \’Erstwert- und Neuwertmeldung\‘ erfolgt über Dil-Schalter. Bei einer Erstwertmeldung nach DIN19235 4.1.3.1 wird nur dem zuerst zu meldenden Betriebszustand Blinken, allem nachfolgenden Dauerlicht zugeordnet. Gleichzeitig wird einer Meldung oder mehreren Meldungen zugeordneter zentraler Hör- und Sichtmelder eingeschaltet. Ist beim Quittieren der zu meldende Betriebszustand noch vorhanden, bleibt der Sichtmelder noch als Dauersignal aktiviert. Er erlischt erst, wenn der Betriebszustand in den nicht zu meldenden übergeht. Bei einer Neuwertmeldung nach DIN19235 4.1.2.1 wird jeder neu zu meldende Betriebszustand durch Blinken angemeldet, das bis zum Quittieren des Sichtmelders bestehen bleibt. Gleichzeitig wir ein einer Meldung oder mehreren Meldungen zugeordneter zentrale Hör- und Sichtmelder eingeschaltet. Der Sichtmelder und die zentralen Melder werden mit dem Quittiersignal abgeschaltet. Der zentrale Hörmelder wird beim Quittieren sofort abgeschaltet. Ist beim Quittieren der zu meldende Betriebszustand noch vorhanden, geht das Blinken in Dauerlicht über. Dies erlischt erst, wenn der Betriebszustand in den nicht zu meldenden übergeht. Im anderen Fall erlischt das Blinklicht unmittelbar nach der Quittierung. Ausgänge: Wischer, Dauersignal, Quittierungsart Die drei zur Verfügung stehenden Ausgänge lassen sich mit folgenden Eigenschaften parametrieren: – Hörmeldeausgang – Ausgang 1 – Ausgang 2 Der Hörmeldeausgang lässt sich als Wischer (40ms) oder als Dauersignal bis Quittierung über Dil-Schalter parametrieren. Das bedeutet, dass der Hörmeldeausgang solange geschaltet ist, bis die Störmeldung durch den Quittiertaster intern oder extern quittiert wurde. Für den Ausgang 1 können Einstellungen wie z.B. \’Dauersignal solange Meldung ansteht\‘ über Dil-Schalter parametriert werden. Das bedeutet, dass der Ausgang auch dann nicht zurückgesetzt werden darf, wenn der Quittierungstaster intern oder extern betätigt wird. Für den Ausgang 2 gelten die gleichen Einstellmöglichkeiten wie für Ausgang 1. Jedoch werden diese über einen anderen Dil-Schalter parametriert. Verzögerungszeit der Eingänge Um Störsignale an den Eingängen zu unterdrücken bzw. eine gezielte Eingangsverzögerung zu erreichen, sind die Eingänge mit veränderbaren Verzögerungszeiten einstellbar. Über Dil-Schalter lassen sich Verzögerungszeiten zwischen 500ms und 2min in Stufen anwendergerecht einstellen. Vollversion mit SPS-Funktionalität In der Vollversion mit SPS-Funktionalität werden die zuvor in der Basisversion ohne SPS-Funktionalität beschriebenen Funktionen nicht mehr über Dip-Schalter, sondern Software-seitig über das Programmiersystem Multiprog realisiert. Das Programmiersystem Multiprog von KW-Software stellt entsprechend der Norm IEC61131-3 die darin enthaltenen Fachsprachen AWL, ST, FBS, KOP und AS zur Verfügung. Kommunikationsschnittstellen Das SMC-Störmeldesystem beinhaltet Schnittstellen, die direkt für fernwirktechnische Protokolle und Feldbusprotokolle nutzbar sind. Die Projektierung der Kommunikationsprozeduren erfolgt dabei je nach Baugruppe und Prozedur entweder mit Multiprog oder mit einer Parameterdatei. Modembaugruppen für Fernwirkprozeduren Für den Störmeldecontroller sind Übertragungsbaugruppen für den Standleitungsbetrieb, Analog-, ISDN-, GSM-, GPRS- oder Ethernetübertragung verfügbar. Diese Baugruppen gliedern sich in externe Module oder Inhouse-Module. Externe Module werden zur Montage auf eine Standard TS35-Hutschiene gesteckt, Inhouse-Module, sogenannte Open-Frame-Module, sind bereits ab Werk montiert. Ankopplung über Modbus Die serielle Schnittstelle des SMC kann als Modbus Slave-Schnittstelle genutzt werden. Der Modbus TCP-Server wird dabei über die Ethernet-Schnittstelle angekoppelt. Über diese Schnittstelle lassen sich beliebige Modbus-Master/Modbus-Client-Daten aus der Station abfragen. Fazit: Intelligenter Störmelder mit Funktionserweiterungen Das vorgestellte Störmeldesystem versteht sich als intelligenten Störmelder mit LED-Anzeige, optionaler SPS und Kommunikationsfunktionalität. Das System ist in den Varianten mit 8, 16, 32 und 48 Eingängen bzw. LED-Anzeigen lieferbar. Mit den drei auf der Frontseite integrierten Tasten lassen sich die Meldung bzw. der Hörmelder quittieren und ein Lampentest ausführen. Zusätzliche Relaisausgänge steuern einen externen Hörmelder, die Sammelmeldung und den Überwachungskontakt. Zwei Funktionseingänge dienen der Ansteuerung von Melde- bzw. Hörmelderquittierung. Das SMC-System ist für den Einsatz zur Überwachung in der Fernwirktechnik, in der Gebäudetechnik mit Heizungs-, Lüftungs- und Klimasteuerungen (HLK) geeignet. Anwendungen wie industrielle Applikationen, wie sie speziell im Produktionsbereich anzutreffen sind, führen zur Reduzierung von Stillstandszeiten und sind damit häufiger Einsatz von Störmeldesystemen. Optional steckbare Kommunikationsadapter bilden die Voraussetzung für den Aufbau von Netzwerken in Meldestationen, die ihrerseits über GPRS-, GSM-, ISDN- sowie Analogmodem miteinander kommunizieren.
Erfassung, Fernübertragung und Anzeige von Störmeldungen
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der Unternehmen trübt sich ein.
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443 für jeden Pflicht, der Maschinen in Verkehr bringt.
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Exportplus: Im…
-
93% verlagern KI zunehmend auf lokale Server
In den letzten zwei Jahren haben 93% befragter Unternehmen einige KI-Workloads zurück auf…
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
Phoenix Contact hat sein Produktionsnetzwerk auf dem amerikanischen Kontinent ausgebaut. In einem ersten…
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
Eine unabhängige Jury hat unter den zahlreichen Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
das könnte sie auch interessieren
-
Neue Bremssättel für Scheibenbremsen
Elektromagnetische Lüftung für hohe Stundenliestung
-
Scada-Plattform Atvise mit Updates
Mehr Sicherheit und Kompatibilität für Scada-Systeme
-
Beckhoff verbindet Sprachmodelle mit Echtzeitsteuerung
Physical AI: Wenn KI direkt Maschinen steuert“
-
Vorschau Hannover Messe 2026
KI als produktive Kraft in der Fabrik
















