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Ein neues Zeitalter für Services
Der Trend vom reinen Produktverkauf hin zu individuellen Lösungen, die mit umfangreichen Dienstleistungen verbunden sind, wird sich auch in Zukunft fortsetzen bzw. noch weiter zunehmen. Ein Analyst von Frost & Sullivan drückte es kürzlich so aus, dass \"das Zeitalter der Produkte zu Ende gehe und jetzt das Zeitalter der Services beginne\". Im Bereich der Fertigung und Automatisierung werden natürlich auch weiterhin Produkte im Fokus stehen, doch ergänzende Services wie Schulungen, Ersatzteilmanagement oder auch entsprechende Software-Layer, die zur Verarbeitung von immer mehr Daten notwendig werden, läuten einen grundlegenden Wandel ein.

Die Herausforderung für Automatisierungsanbieter besteht nun darin, die Entwicklung und den Ausbau von Dienstleistungen für bestehende aber auch neue Automatisierungslösungen entsprechend auszubauen und zu individualisieren, um das Zusammenspiel neuer Technologien nachhaltig zu unterstützen. Hersteller und Maschinenbauer gleichermaßen müssen sich sicher sein können, dass die von ihnen gekauften Lösungen ihre Wirtschaftlichkeit und Produktivität nicht nur punktuell erhöhen, sondern dass das Maximum aus der Investition herausgeholt wird. Daher geht der Trend weg von einzelnen Standardlösungen hin zu vernetzten, integrierten Lösungen mit hoher Transparenz, um einen besseren Einblick in den Fertigungsprozess und die Lieferkette zu gewähren. So lassen sich beispielsweise der Maschinenzustand in Echtzeit überwachen, Fernwartungen durchführen, schnell individuelle Änderungen an der Produktlinie vornehmen, Produkte nachverfolgen sowie Virtualisierungsmodelle und Best Practices ableiten. Automatisierungsanbieter, Systemintegratoren und Maschinenbauer können darüber hinaus weiteren Mehrwert bieten, indem sie Ausgangssystem, Wartung und Lagerung von Ersatzteilen bereitstellen und eine schnelle Reaktion im Fehlerfall gewährleisten. Anders gesagt: Dienstleistungen bieten. Definitiv der Vergangenheit angehören dürfte das Zeitalter, in dem ausschließlich die technischen Produktspezifikationen den Wettbewerb bestimmten. Anbieter können heute hochwertige Produkte und Steuerungssysteme über ihr gesamtes Portfolio hinweg bereitstellen. Der Wettstreit etwa um den schnellsten Prozessor oder den größten Speicher ist heutzutage mehr oder weniger bedeutungslos. Wo früher galt \’schneller, größer, besser ist gleich teurer\‘, zählt heute die Anwendungsvielfalt. Die Leistung der kleinsten Geräte, wie z.B. von Mobiltelefonen, übertrifft heute die der wesentlich teureren und größeren Geräte von vor 15 bis 20 Jahren bei weitem. \“Die Welt hat sich in den letzten Jahren erweitert, die Technik wurde wesentlich komplexer\“, so Lars Petri, Business Manager DACH Customer Support & Maintenance bei Rockwell Automation. \“Sogenannten Devices können heute viel mehr als die Vorgängermodelle von vor ein paar Jahren. Das bedingt, dass das individuelle Skillset angepasst werden muss.\“

Integration und Konvergenz

Bleiben wir bei dem Beispiel der Smartphones: Verkaufsargument ist weniger die Speicherleistung, sondern vielmehr die Art und Weise wie ein bestimmtes Modell einen bestimmten Lebensstil unterstützt. Der starke Zuwachs an integrierten Apps und Zubehör für den Gesundheitsbereich und eine zunehmend plattformübergreifende Funktionsweise sind der beste Beweis dafür. Es ist heutzutage beispielsweise möglich, die Heizung zu Hause komplett über das Smartphone zu regeln. Nachdem mithilfe des Handys überprüft wurde, ob im Nahverkehr Verspätungen zu erwarten sind, können auf dem Heimweg Videos oder ein Film angesehen, oder ein paar geschäftliche E-Mails beantwortet werden. Zu Hause angekommen, können Anwender dann (in ihrem bereits warmen Heim) auf ihrem Smart-TV die Videos oder den Film ohne Unterbrechung weiter ansehen. Gleichzeitig können sie auf ihrem Smartphone nachsehen, wie viele Schritte der integrierte Schrittzähler heute gezählt hat, und anhand der für das Abendessen berechneten Kalorien entscheiden, ob sie sich das zweite Stück Kuchen gönnen oder nicht. Auch wenn das Gerät selbst ein wesentlicher Faktor ist, sind es doch der damit verbundene Lebensstil und die zugehörigen Vorteile, die den Verbraucher zum Kauf bewegen. Mehr noch, der Dienstleistungsaspekt kommt hier deutlich zum Tragen. Während das Netflix-Abo und der Heizungsanbieter plattformübergreifend intelligente Dienste für alle Lebenslagen bereitstellen, bietet die Gesundheits-App mehr Kontrolle und Einblicke in einen gesünderen Lebensstil. Überträgt man dieses Modell auf Fertigungsumgebungen, eröffnen sich erhebliche Vorteile, was die Profitabilität und Nachhaltigkeit betrifft. Durch die Zentralisierung und Harmonisierung der Daten im Herstellungsprozess lassen sich in Echtzeit intelligente Entscheidungen treffen. Funktionen lassen sich etwa in Echtzeit überwachen und dezentral ausführen. Gleichzeitig können Betriebsdaten – nicht die gelaufenen Schritte, aber beispielsweise der Energieaufwand oder der tatsächliche Verschleiß eines Maschinenteils – dazu verwendet werden, Wartungsmaßnahmen zu planen, oder ungeplante Ausfallzeiten zu reduzieren.

Dienstleistungen an die Zukunft anpassen

Das Internet der Dinge basiert auf der Vision, dass immer mehr \’Dinge\‘ (Komponenten/Maschinen/Geräte) mit dem Internet verbunden sind. Damit eröffnen sich für die Fertigung der Zukunft neue Perspektiven. \“Durch die Integration von Produktionsebene und Geschäftssystemen – wir sehen hier immer öfter die Kürzel IT/OT – ergeben sich völlig neue Möglichkeiten\“, erläutert Lars Petri. \“Grundlage dafür ist die Vernetzung der Anlage und die Aufbereitung der Daten, sodass sie über geeignete Schnittstellen und korrekte Datenübermittlung in das ERP-System übertragen und dem richtigen Mitarbeiter zur weiteren Verarbeitung und Entscheidungsfindung zur Verfügung gestellt werden.\“ Die zunehmende Vernetzung, wie sie auch die deutsche Strategie der Umsetzung von Industrie 4.0 erfordert, eröffnet der Fertigung eine neue Dimension an Effizienz, Anpassung von Produkten an die Kundenanforderungen, Serialisierung und Nachverfolgbarkeit. Den Einschätzungen von Rockwell Automation zufolge haben viele Hersteller für die Realisierung der grenzenlosen Möglichkeiten von Industrie 4.0 noch ein Stück Weg vor sich. Ein Großteil der Technologie, die dies ermöglichen wird, ist jedoch bereits verfügbar. Der \’Connected Enterprise\‘-Ansatz von Rockwell Automation baut auf strategische Allianzen wie etwa mit Cisco und Microsoft. Das Unternehmen bietet Kunden damit eine Strategie und eine schrittweise Anleitung, welche Produktionstechnologie (Operations Technology) und Informationstechnologie (IT) sie einsetzen sollten, um in allen Bereichen fundierte Entscheidungen treffen zu können. Da kein Unternehmen wie das andere ist, ist jede Connected-Enterprise-Lösung einzigartig und wird entsprechend den individuellen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entwickelt. Das allein ist bereits ein Beispiel für den Übergang von einem rein produktbasierten Ansatz hin zu einem Konzept, das Produkte und Dienstleistungen miteinander verbindet. Dieser Wandel bestimmt die Art und Weise, wie Unternehmen künftig gemeinsam das Potential der Automatisierungstechnologie ausschöpfen werden. Die Änderungen der Arbeitsabläufe in der Fertigung hat selbstverständlich auch Konsequenzen für die Sicherheit und den Datenschutz. Da immer komplexere Maschinen Teil des Fertigungsprozesses sind, wird Sicherheit für Hersteller aller Größen zu einem Bereich, in dem sie Unterstützung bei Spezialisten suchen. Bei der Gestaltung von Produktionsprozessen und der Integration von Sicherheitsausrüstung und -verfahren, die den Anforderungen der Gesetzgebung entsprechen, zählt Rockwell Automation seit langem zu den führenden Anbietern. Über das umfassende Sicherheitsproduktportfolio hinaus bietet Rockwell Automation weltweit Schulungen, Beratung und Dienstleistungen an. Lars Petri äußert sich hierzu wie folgt: \“In der neuen Welt kommt Services eine höhere Bedeutung zu, sie sind heute wichtiger denn je. Das betrifft nicht nur die klassischen Dienstleitungen wie technischen Support oder Produktschulungen. Vielmehr geht es um vorausschauende Maßnahmen wie z.B. ein proaktives Ersatzteilmanagement, das mir sagt, was da ist und wo Lücken sind. Aber und vor allem der Bereich Netzwerksicherheit ist ein Feld, das von immer größerer Bedeutung sein wird, was künftig die Auswahl eines Automatisierungssystems entscheidend beeinflussen wird.\“ In dieser Hinsicht ist der Sicherheitsbereich tatsächlich dem allgemeinen Trend der \’Verdienstleistung\‘ sogar noch einen Schritt voraus. Datenschutz ist mittlerweile ein weiterer Bereich, der von der zunehmenden Konnektivität und Visualisierung betroffen ist. Indem Daten jetzt sowohl intern als auch über das Internet übertragen und oftmals auch in der Cloud gespeichert werden, sind sensible, geschäftskritische Informationen nicht mehr hinter den Werkstoren abgeschottet und damit auch leichter öffentlich zugänglich. Dies als ein neues Problem zu bezeichnen, wäre jedoch falsch. Jeder Hersteller, der seine Geschäftsdaten auf einem mit dem Internet verbundenen Computer – und heutzutage ist das fast jedes Gerät – speichert, geht das Risiko eines Hackerangriffs ein. Das eigentlich Neue ist die Menge an Daten, die Geschäftspartnern und Dienstleistern wissentlich bereitgestellt werden muss. Und wieder einmal ist die Lösung hierbei nicht so einfach wie eine Firewall, wenn sie es denn jemals war. Rockwell Automation arbeitet seit geraumer Zeit mit Sicherheitsbehörden weltweit zusammen, um entsprechende Verfahren zu entwickeln. Das Unternehmen bietet seinen Kunden Dienstleistungen an, mit denen sie ein Sicherheitskonzept mit High- und Lowtech-Verfahren, Sicherheitsmaßnahmen und Datenschutzvorkehrungen umsetzen können.

Willkommen im Zeitalter der Services

Das Angebot von Rockwell Automation beinhaltet heute mehr Dienstleistungen als je zuvor, die individuell auf Kundenanforderungen zugeschnitten werden können. Beispielsweise können Maschinenbauer oder herstellende Unternehmen ihr Ersatzteilmanagement auslagern, mit Network Security Services den Schutz sowie die Verfügbarkeit der Anlage garantieren und anhand der zahlreichen Schulungen das interne Know-how der Mitarbeiter in Bezug auf die steigenden Anforderungen der Zukunft sichern. Geht das Zeitalter der Produkte zu Ende? Nein, es ist vielmehr Teil eines neuen Zeitalters, in dem anspruchsvolle Käufer mehr Dienstleistungen erwarten, um Produkte noch profitabler, sicherer, intuitiver und besser integriert einsetzen zu können.

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Rockwell Automation GmbH
http://www.rockwellautomation.de
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